Asklepios-Direktoren „fassungslos" über Montgomery-Schelte

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Konter aus dem Norden: Die Ärztlichen Direktoren der Asklepios Kliniken Hamburg haben die jüngste Kritik des Präsidenten der Bundesärztekammer, Frank-Ulrich Montgomery, in einem gemeinsamen Brief zurückgewiesen. Der Ärztepräsident hatte Kollegen in seiner Eröffnungsrede auf dem Ärztetag in der vergangenen Woche davon abgeraten, Verträge bei Asklepios zu unterschreiben. Dort herrsche, so ein Zitat im Kongressbericht des Hamburger Abendblatts, eine „Hire-and-Fire-Mentalität".

Dem halten die Krankenhausdirektoren nun entgegen, es habe keine vorherige Kontaktaufnahme seitens des Ärztepräsidenten mit den Chefärzten bei Asklepios gegeben. Die ärztlichen Direktoren stellten hingegen für ihre Ärzteschaft „ein hohes Maß an Arbeitszufriedenheit fest". Montgomerys Aussagen diskreditieren aus ihrer Sicht nicht nur Asklepios, „sondern auch mehr als 1.700 ärztliche Mitarbeiter allein in Hamburg", deren Standesvertreter Montgomery sei.

Im letzten Absatz ihres Briefes stellen die Hamburger Klinikchefs eigene Vermutungen an. „Mit Erstaunen haben wir einen Tag später eine ganzseitige Anzeige im Hamburger Abendblatt wahrgenommen, in der Sie für den Ärzteberuf werben, unter anderem begleitet durch eine Stellenanzeige des UKE." Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) gibt Montgomery als einen der Oberärzte der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Nuklearmedizin an.

„Sie haben durch Ihre Äußerungen Asklepios bei der Suche nach qualifiziertem Personal erheblich geschadet", heißt es zum Schluss in dem Schreiben von Asklepios. „Sollte das Ihre Intention gewesen sein, sind wir der Auffassung, dass Ihnen, als Vertreter aller Kammermitglieder, derartig wettbewerbsverzerrende Äußerungen nicht zustehen – insbesondere, wenn diese auch noch unbegründet sind."

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