Pharmafirmen zahlten 575 Millionen Euro an Ärzte und Kliniken

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Die forschenden Pharmaunternehmen haben im vergangenen Jahr 575 Millionen Euro an Ärzte, Fachkreise und medizinische Organisationen für Forschung und Fortbildung gezahlt. Das teilten der Verband der forschenden Pharmaunternehmen (vfa) und der Verein „Freiwillige Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie" (FSA) gestern in Berlin mit. 366 Millionen Euro gingen den vorläufigen Zahlen für 2015 zufolge an Ärzte in Kliniken und niedergelassene Ärzte für klinische Studien und Anwendungsbeobachtungen. Insgesamt 119 Millionen Euro zahlten Unternehmen an Ärzte für Vorträge und als Zuschüsse für Fortbildungen. Zusätzlich wurden 90 Millionen Euro für Sponsoring und Spenden bezahlt.

Bis zum 30. Juni wollen die Mitgliedsunternehmen des FSA erstmals auf ihren Webseiten offenlegen, wie viel Geld sie im Vorjahr an Ärzte, andere Berufsgruppen im Gesundheitsbereich, medizinische Organisationen und Einrichtungen überwiesen haben. Damit setzen die 54 Mitgliedsunternehmen des (vfa) Vorgaben des Transparenzkodex um, der 2014 beschlossen und 2015 wirksam geworden ist. „Auf Basis dieser Zahlen kann die Öffentlichkeit nachvollziehen, wie Ärzte und Pharmaunternehmen zusammenarbeiten", sagte vfa-Hauptgeschäftsführerin Birgit Fischer. Bereits im Sommer 2012 hatte der europäische Dachverband der forschenden Pharmaunternehmen (EFPIA) beschlossen, finanzielle Zuwendungen an Ärzte und medizinische Forschungseinrichtungen offenzulegen. Vor drei Jahren verabschiedete die EFPIA dann den Transparenzkodex.

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