IGeL-Monitor: Patienten fühlen sich zu wenig informiert

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Jeder zweite Patient, der vom Arzt Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) angeboten bekommt, nimmt diese in Anspruch. Drei Viertel der Patienten fühlen sich aber nicht ausreichend über mögliche Schäden der Selbstzahlerleistungen informiert. Zu diesen Ergebnissen kommt der aktuelle IGeL-Monitor des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e.V. (MDS). Für den Monitor hat der MDS 2.149 Versicherte repräsentativ befragt.

Insgesamt wurden über den IGeL-Monitor inzwischen 41 Selbstzahlerleistungen bewertet und beschrieben. Das Spektrum reicht von Akupunktur in der Schwangerschaft über Lichttherapie bei saisonal depressiver Störung bis hin zur Bestimmung des Immunglobin G (IgG) gegen Nahrungsmittel.

In der aktuellen Bewertung ging es um ergänzende Ultraschall-Untersuchungen in der Schwangerschaft. „Nach Auswertung der wissenschaftlichen Studien können wir sagen: Ergänzende Ultraschalluntersuchungen, die über die üblichen Vorsorgeleistungen der gesetzlichen Krankenversicherung hinausgehen, schaden nicht. Sie nützen aber auch nicht. Wenn Eltern die Entwicklung ihres Kindes im sogenannten Baby-Fernsehen mitverfolgen möchten, so ist das unbedenklich. Aber wer diese IGeL nicht in Anspruch nehmen möchte oder kann, der braucht kein schlechtes Gewissen zu haben", sagte die Leiterin des Bereichs Evidenzbasierte Medizin beim MDS Michaela Eikermann, Finanziert wird der Monitor vom Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-SV). 

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