Marburger Bund und IVKK streiten um Tariferhöhung

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Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund fordert für die rund 55.000 Ärzte in kommunalen Kliniken 5,9 Prozent mehr Gehalt. „Die angestellten Ärztinnen und Ärzte in kommunalen Krankenhäusern wollen – wie alle anderen Arbeitnehmer auch - an der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung teilhaben und erwarten eine ihrer Leistung und ihrem Einsatz entsprechende Bezahlung der Arbeit", erklärte der 1. Vorsitzende Rudolf Henke gestern in Berlin. Henke begründet die Forderung unter anderem mit der steigenden durchschnittlichen Wochenarbeitszeit der Ärzte, die sich der 60 Stunden-Marke nähere, sowie mit Überstunden, die anfielen, um die unbesetzten Stellen im ärztlichen Dienst zu kompensieren.

Der Geschäftsführer des Interessenverbandes Kommunaler Krankenhäuser (IVKK), Uwe Alschner, wies die Forderungen des MB gestern indes als „weltfremd und verantwortungslos" zurück.  Es sei „zynisch", dass Henke die kommunalen Kliniken an ihre Verantwortung erinnere, die überproportionalen Lasten der Mediziner an kommunalen Kliniken angemessen zu honorieren. „Seine eigene Mit-Verantwortung für die schwierige Lage aller Beschäftigten und Patienten an kommunalen Kliniken will der Multifunktionär Henke offensichtlich vergessen machen. Herr Henke ist Mitglied einer Koalitionsfraktion, die gerade kommunale Kliniken durch ihre Politik schwer belastet", so Alschner. „Anstatt mit wohlfeilen Forderungen für die Galerie Klientelpolitik zu machen, sollte Herr Henke seine Stimme für eine angemessene Finanzierung des Krankenhauswesens erheben, oder, falls ihn seine Fraktion dabei im Regen stehen lassen sollte, persönliche Konsequenzen ziehen."


Die Tarifverhandlungen zwischen dem Marburger Bund und der VKA beginnen am 22. September 2016 in Düsseldorf. Der Ärztetarifvertrag gilt bundesweit - mit Ausnahme von Berlin und Hamburg - für angestellte Ärztinnen und Ärzte in rund 550 kommunalen Kliniken. 

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