Ersatzkassen fordern flächendeckende Portalpraxen

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An allen 1.600 Krankenhäusern mit Notfallambulanzen sollen nach dem Willen des Verbandes der Ersatzkassen (VDEK) sogenannte Portalpraxen eingeführt werden. Das erklärte die Vorstandsvorsitzende Ulrike Elsner am Dienstagvormittag in Berlin bei der Vorstellung des vom VDEK beim Aqua-Institut in Auftrag gegebenen Gutachten „Wohin im Notfall? Vorstellung eines Gutachtens zur Verbesserung der ambulanten Notfallversorgung". Die Praxen sollen nach den Vorstellungen des VDEK dazu dienen, Patienten je nach Bedarf an niedergelassene Ärzte oder in die Klinik-Strukturen weiterzuleiten.

Für die Organisation sollen die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) zuständig sein. Die Details der Finanzierung – als etwa die Frage, ob die KVen nur die Ärzte stellen oder sich auch an den Kosten für die Räumlichkeiten und die technische Ausstattung beteiligen sollen – solle vor Ort in Verhandlungen geklärt werden, sagte Elsner auf eine Frage von BibliomedManager. Joachim Szecsenyi, Leiter des Aqua-Instituts, verwies darauf, dass Krankenhäuser von den Portalpraxen auch insofern profitierten, weil ihre Notfallambulanzen entlastet würden. Er verwies auf positive Beispiele der Zusammenarbeit zwischen Krankenhäusern und KVen und nannte beispielhaft die Struktur in Villingen-Schwenningen.

Kritik an dem Gutachten übte die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG). Deren Hauptgeschäftsführer Georg Baum begrüßte in einer Pressemitteilung zwar die Verzahnung von ambulanten und stationären Strukturen, verlangte aber eine bessere Finanzierung, um „die Notfallversorgung wirklich zu verbessern". Baum fordert angesichts der schleppenden Verhandlungen in der Selbstverwaltung über eine grundsätzliche Neustrukturierung der Vergütung der Notfallversorgung, dass der Gesetzgeber die Vergütung der ambulanten Notfallversorgung aus der Gesamtvergütung ausgliedern solle.

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