Krankenhäuser und Kassen einigen sich in ersten wesentlichen Punkten

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Die Umsetzung des Krankenhausstrukturgesetzes (KHSG) in der Selbstverwaltung kommt nach Informationen des BibliomedManagers voran. Einig sind sich Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-SV) demnach bei der Reform der Finanzierung der Sachkosten, der Definition von in erhöhtem Maß wirtschaftlich begründeten Fallzahlsteigerungen sowie den Regeln für die Repräsentativität der Kalkulationskrankenhäuser für die Fallpauschalen. In der Schiedsstelle liegen die Entscheidungen über die neuen Regeln für das Entlassmanagement, die Hochschulambulanzen sowie die Zentrenzuschläge.

Bei den Sachkosten soll eine angenommene Überfinanzierung abgebaut werden. Dies führt zu einer Umverteilung von Häusern mit hohem Sachkostenanteil zu Häusern mit höherem Personalkostenanteil. Das Verhandlungsergebnis impliziert demnach ein Umverteilungsvolumen von jährlich 800 Millionen Euro und eine effektive Abwertung des Bewertungsvolumens um 5,75 Prozent. Als wirtschaftlich begründete Fallzahlsteigerungen wurden Eingriffe an Hüfte und Rücken identifiziert, allerdings nur bezogen auf Abnutzung und nicht auf Frakturen etwa in Folge von Unfällen. Auch bei der Liste über nicht mengenanfällige Leistungen, für die künftig der halbe Fixkostendegressionsabschlag gelten soll, gibt es offenkundig eine Einigung.

Auf Anfrage von BibliomedManager sagte DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum: „Wir zeigen, dass die Selbstverwaltung auch in schwierigen Zeiten funktioniert." Wulf-Dietrich Leber, Leiter der Abteilung Krankenhäuser beim GKV-SV, bestätigte auf Anfrage, dass es im nächsten Spitzengespräch am 23. September in wesentlichen Punkten Einigung geben werde. Damit liege die Erarbeitung des Katalogs für das DRG-System 2017 im Fahrplan. Leber hatte die sich abzeichnenden Einigungspunkte bereits Ende August in der Rubrik „Orientierungswert" für den BibliomedManager skizziert, dabei aber auch darauf hingewiesen, dass „de facto bislang hinter keiner der 24 Umsetzungsaufgaben ein grüner Haken" gemacht worden sei.

 

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