Ärzte kritisieren Überversorgung

  • News des Tages
Krebspatienten erhalten in Deutschland vielfach zu viele medizinische Leistungen. Zu diesem Schluss kommt die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) auf Basis einer Umfrage unter ihren Mitgliedern.  „Der ökonomische Druck in der Medizin nimmt stetig zu. Handlungsleitend für uns Ärztinnen und Ärzte muss aber stets sein, welche diagnostischen und therapeutischen Verfahren dem Stand des Wissens entsprechen, für unsere Patienten wirklich nutzbringend sind, und nicht, welche Maßnahmen ökonomischen Maßgaben folgen", sagte der DGHO-Vorsitzende und Direktor der Klinik für Innere Medizin I am Uniklinikum Köln, Michael Hallek, der auch die Kampagne „Klug entscheiden" der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin mitinitiiert hat, bei einer Pressekonferenz in Berlin.

Insbesondere bei bildgebenden Diagnoseverfahren gibt es Hallek zufolge eine Überversorgung in Deutschland ohne therapeutischen Mehrwert. Die DGHO spricht entsprechend den Ergebnissen der Umfrage und des „Klug-entscheiden"-Ansatzes vier „Negativ-Empfehlungen" aus, darunter ist der Verzicht auf routinemäßige CT- und PET-Untersuchungen bei bestimmten Indikationen sowie der Verzicht auf spezifische Therapien bei Patienten mit soliden Tumoren.
 

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Mit unserem täglichen Newsletter informieren wir bereits rund 10.000 Empfänger über alle wichtigen Meldungen aus den Krankenhäusern und der Gesundheitsbranche



Kontakt zum Kundenservice

Rufen Sie an: 0 56 61 / 73 44-0
Mo - Fr 08:00 bis 17:00 Uhr

Senden Sie uns eine E-Mail:
info@bibliomedmanager.de

Häufige Fragen und Antworten finden Sie im Hilfe-Bereich