Christliche Kliniken kritisieren Psych-Reform

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Die mit der Psych-Reform vorgesehenen Personalvorgaben drohen die Gestaltungsfreiheit von Behandlungskonzepten der psychiatrischen Kliniken einzuschränken, warnen die Christlichen Krankenhäuser in Deutschland (CKiD). „Ob durch eine starre, bundesweit vorgegebene Personalausstattung für die Stationen in unseren psychiatrischen Einrichtungen der vom Gesetzgeber beabsichtigte Effekt einer zuwendungsorientierten Versorgung psychisch kranker Menschen erzielt werden kann, ist fraglich", erklärte der stellvertretende Vorsitzende des Katholischen Krankenhausverbandes Deutschlands (KKVD), Ingo Morell, gestern in einer Mitteilung. Mit Blick auf den Kabinettsentwurf zum Gesetz zur Weiterentwicklung der Versorgung und der Vergütung für psychiatrische und psychosomatische Leistungen (PsychVVG) fordert der Verband daher eine „kritische Überprüfung der bis 2020 anvisierten Personalvorgaben" durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA). Christoph Radbruch, Vorsitzender des Deutschen Evangelischen Krankenhausverbandes (DEKV), bezeichnete zudem die angedachten leistungsbezogenen Vergleiche zwischen den Kliniken als höchst problematisch, da sie die Besonderheiten vor Ort nicht berücksichtigten.

Die Gewerkschaft Verdi kündigte unterdessen für morgen bundesweite Protestaktionen in psychiatrischen und psychosomatischen Krankenhäusern und Fachabteilungen an. Ziel sei es, die breite Unterstützung für die Forderung nach verbindlichen, umfassenden und bedarfsgerechten Personalvorgaben mit gesicherter Finanzierung deutlich zu machen, teilte Verdi gestern mit. Unter dem Motto „PsychVVG – Das muss noch besser werden!" würden sich bundesweit mehr als 70 Einrichtungen an den Aktionen beteiligen.
 

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