Pflegereform dürfte in Heimen kaum ankommen

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Der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff wird zwar zu deutlichen Mehrausgaben der Pflegeversicherung führen, aber nicht zu besseren Arbeitsbedingungen in den Pflegeheimen. Der Bremer Gesundheitsökonom Heinz Rothgang prognostiziert unterm Strich „keinen Cent mehr in den Einrichtungen". Das sagte er auf einer Pressekonferenz am Dienstagnachmittag in Berlin. Zwar sei die Aussage des Pflegebeauftragten der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann (CDU), nicht falsch, dass durch die am 1. Januar 2017 in Kraft tretende Pflegereform pro Einrichtung zwei bis drei zusätzliche Vollzeitkräfte finanziert werden könnten. Durch das Zusammenspiel aus Neueinstufung und den Regeln für die Budgetverhandlung würde aber auch der Aufwand auf den Stationen steigen, da künftig eher schwerere Fälle in den Heimen versorgt werden müssten, wie aus einer Studie der Unternehmensberatung Curacon unter Rothgangs Leitung hervorgeht.

Die geschätzten Mehrausgaben von sieben bis acht Milliarden Euro der Pflegeversicherung kommen Rothgang zufolge in erster Linie im ambulanten Sektor an. Dort erhielten die Versicherten bessere Sachleistungen. Außerdem sinken die Zuzahlungen der Pflegebedürftigen über alle Pflegegrade gesehen, lediglich Personen mit Pflegestufe 1 nach heutigem Stand müssen in Heimen künftig mehr zuzahlen.
 

Autor

Dr. Stephan Balling

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