MB-Umfrage bestätigt Unterbesetzung an kommunalen Kliniken

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Personelle Engpässe und rein theoretische Stellenpläne: Die aktuelle Mitgliederbefragung des Marburger Bundes (MB Survey 2016) unter rund 2.400 Ärzten aus 550 kommunalen Krankenhäusern hat die Daten der MB-Befragung vom vergangenen Jahr bestätigt. In vielen kommunalen Häusern blieben Arztstellen oft monatelang unbesetzt, dies sei eine der Ursachen für die hohe Arbeitsbelastung, heißt es in der Pressemitteilung des Marburger Bunds von Montag. Demnach gaben in der aktuellen Online-Umfrage drei Viertel der Ärzte kommunaler Kliniken an, nicht ausreichend Zeit für die Behandlung ihrer Patienten zu haben. Zugleich widerlegen die Ärzte Behauptungen der kommunalen Arbeitgeber in der aktuellen Tarifrunde mit dem Marburger Bund, die Personalbelastung im Ärztlichen Dienst sei zurückgegangen.

In der Hälfte aller Klinikabteilungen kommunaler Häuser sind derzeit bis zu zwei Arztstellen nicht besetzt. In zwölf Prozent der Kliniken sind drei Arztstellen pro Abteilung vakant, in sechs Prozent der Häuser vier Arztstellen. Acht Prozent der befragten Klinikärzte teilten mit, dass sogar mehr als vier Stellen in ihrer Abteilung nicht besetzt seien. Nur rund ein Viertel der Ärzte sieht derzeit kein Stellenbesetzungsproblem.

Die Stellenprobleme im Ärztlichen Dienst wirken sich negativ auf die Arbeitsbedingungen der Ärzte aus. Im Durchschnitt arbeiten Ärzte in kommunalen Krankenhäusern 49 bis 59 Stunden pro Woche inklusive Überstunden und Bereitschaftsdienste. Ein Viertel der Befragten kommt sogar auf eine durchschnittliche Wochenarbeitszeit von mehr als 60 Stunden. 

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