Arzneimittelverbrauch treibt Kosten im Gesundheitssystem

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An erster Stelle der Kostentreiber bei den Arzneimittelausgaben 2015 stand der einfache Mehrverbrauch bestimmter Medikamente. Das geht aus dem Arzneimittel-Atlas 2016 hervor, den das Institut für Gesundheits- und Sozialforschung (IGES) im Auftrag der forschenden Pharmaunternehmen (vfa) gestern in Berlin präsentierte. Den größten Anteil hieran hatten wie im Vorjahr Immunsupressiva zur Behandlung von Krankheiten wie rheumatoide Arthritis oder Multiple Sklerose. An zweiter Stelle folgten die antiviralen Mittel, vor allem neue Wirkstoffe zur Behandlung der chronischen Hepatitis.

Innovative und meist deutlich teurere Therapien gelangten hingegen nur auf den zweiten Platz der Ausgabentreiber. Hier ging es hauptsächlich um Mittel gegen Hepatitis C, Krebs oder zur Schlaganfallprophylaxe. Die Mehrausgaben für Innovationen, die in den vergangenen Jahren deutlich anstiegen, liegen nach IGES-Informationen aber deutlich unter den erzielten Einsparungen durch die Verschreibung günstiger Generika, Rabattverträge oder Preisverhandlungen im Rahmen der frühen Nutzenbewertung. Die höchsten preisbedingten Einsparungen leisteten 2015 antivirale Mittel.

Verbrauch und Ausgaben für Krebsmedikamente sind laut Arzneimittel-Atlas deutlich gestiegen. Ihr Anteil an den gesamten Arzneimittelausgaben stieg zuletzt jedoch nur langsam. Demgegenüber ist die krebsbedingte Mortalitätsrate laut IGES seit 1990 um rund ein Viertel zurückgegangen.

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