Europaweite Studie zu Krankenhauskeimen

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Nach Schätzungen von Forschern treten in Europa jährlich bis zu 2,6 Millionen Infektionen mit Krankenhauskeimen auf. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC), die im Fachblatt „PLOS Medicine" veröffentlicht wurde. Insgesamt sprechen die Forscher in diesem Zusammenhang von jährlich circa 91.000 verstorbenen Patienten.

Das Wissenschaftlerteam, zu dem auch Mitarbeiter des Robert Koch-Instituts in Berlin gehören, analysierte nicht alle Krankenhausinfektionen. Sie konzentrierten sich auf die sechs häufigsten Krankheitsbilder, die zusammen gut 90 Prozent der Krankenhausinfektionen ausmachen. Das sind Lungenentzündungen, Harnwegsinfekte, Wundinfektionen nach Operationen, Infektionen mit dem Durchfallerreger Clostridium difficile, Blutvergiftung (Sepsis) sowie Sepsis bei Neugeborenen. Die Daten stammen vom ECDC und wurden 2011 bis 2012 in 30 europäischen Ländern (die 28 EU-Staaten sowie Norwegen und Island) mit 510 Millionen Einwohnern erhoben.

Nach Auffassung der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) zeigt die Studie, dass Krankenhäuser in Deutschland sich des Problems sehr bewusst sind und mit einer Vielzahl an Maßnahmen gegen die Gefahren vorgehen. „Die Studie macht aber auch deutlich, dass die überwiegende Zahl der Infektionen krankheitsbedingt ist. Gleichwohl sind weitere Anstrengungen zur Vermeidung vermeidbarer Infektionen notwendig", sagte DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum heute in Berlin. Wichtig sei, dass immer mehr geschultes Personal in den Kliniken eingesetzt werde, die Händehygiene sich in den vergangenen Jahren massiv verbessert habe und vor allem bei den MRSA-Infektionen ein positiver Trend erkennbar sei. 

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