Nachträgliche Abrechnungsänderungen bei KV Berlin gang und gäbe

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Die Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Berlin nimmt im großen Umfang nachträgliche Abrechnungsänderungen für die Barmer GEK vor. Das bestätigte der stellvertretende Vorsitzende der KV Berlin, Uwe Kraffel, auf Nachfrage von BibliomedManager. In einem schriftlichen Statement gegenüber diesem Portal erklärte Kraffel, die KV erhalte aufgrund des Arbeitsumfangs von der Barmer eine Aufwandsentschädigung für „technische Dienstleistungen". „Ein sogenanntes ‚Upcoding‘ von Diagnosen kann sicher ausgeschlossen werden", so Kraffel.

Der Begriff „Upcoding" fällt in jüngster Zeit häufig in der Debatte um die Zukunft des morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs (Morbi-RSA). Auslöser war eine vielbeachtete Aussage des Chefs der Techniker Krankenkasse, Jens Baas, wonach die Kassen im Wettbewerb um erhebliche finanzielle Mittel aus dem Morbi-RSA Ärzte dafür bezahlten, Patienten per „Upcoding" auf dem Papier kränker zu machen, als diese tatsächlich sind.

Anfang der Woche bestätigte das Bundesversicherungsamt gegenüber BibliomedManager die Existenz eines offiziellen Prüfverfahrens gegen die Barmer wegen angeblicher Abrechnungsmanipulationen. Das Amt hatte im Zuge des Prüfverfahrens zudem um Stellungnahme zu Unterlagen der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) gebeten, die die Bild-Zeitung im Zuge eigener Berichterstattungen dem Amt übergeben hatte. Die Unterlagen enthielten demnach auch Rechnungen der KV an die Barmer für „technische Dienstleistungen". Dem Bericht der Bild-Zeitung zufolge prüfe derzeit auch die Berliner Senatsverwaltung als Aufsichtsbehörde der KV Berlin den Vorgang offiziell.

Die Darstellung in den Medien „verfälscht jedoch die Wahrheit", so Kraffel heute. „Die Senatsverwaltung als Aufsichtsbehörde hat bei der KV Berlin nachgefragt, worum es in der Sache geht, und die KV Berlin antwortet darauf." Er erwartet, dass sich etwaige Vorwürfe an die KV Berlin als haltlos erweisen werden.

 

 

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