Schreiben an alle Krankenkassen

BVA-Präsident will konsequent gegen Beeinflussung von Diagnosen vorgehen

  • News des Tages
iStock_000013008802Medium.jpg
© iStock.com/Rike_

Im Zusammenhang mit der Diskussion über die Beeinflussung von Diagnosedaten beim Risikostrukturausgleich (RSA) hat sich der Präsident des Bundesversicherungsamtes (BVA), Frank Plate, an die Krankenkassen gewandt. Um die Beeinflussung zu verhindern, werde er von den Möglichkeiten des Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz „konsequent Gebrauch machen“, heißt es in einem Schreiben des BVA-Präsidenten an alle Kassen. Er betonte darin, jede Krankenkasse sei mitverantwortlich dafür, dass Versicherte dem Versorgungssystem vertrauten. Es sei deshalb sehr wichtig, dass sie die Daten für den RSA rechtskonform erheben und melden. „Die Einnahmenmaximierung auf Kosten anderer Krankenkassen darf nicht Triebfeder des Handels einer Krankenkasse sein“, so Plate.

Der BVA-Präsident reagierte damit auf Medienberichte, in denen kritisiert wird, die Kassen könnten ärztliche Diagnosen beeinflussen, um höhere Zuwendungen aus dem Gesundheitsfonds zu erzielen. Auslöser war ursprünglich eine Aussage des Chefs der Techniker Krankenkasse, Jens Baas. Dieser hatte erklärt, Kassen würden im Wettbewerb um Gelder aus dem RSA Ärzte dafür bezahlen, Patienten auf dem Papier kränker zu machen, als sie tatsächlich sind.

Autor

 Hendrik Bensch

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Mit unserem täglichen Newsletter informieren wir bereits rund 10.000 Empfänger über alle wichtigen Meldungen aus den Krankenhäusern und der Gesundheitsbranche


Kontakt zum Kundenservice

Rufen Sie an: 0 56 61 / 73 44-0
Mo - Fr 08:00 bis 17:00 Uhr

Senden Sie uns eine E-Mail:
info@bibliomedmanager.de

Häufige Fragen und Antworten finden Sie im Hilfe-Bereich