Kommentar der Kliniken

VKD-Präsident kritisiert „Flickschusterei“ der Großen Koalition

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© St. Vincenz-Krankenhaus Paderborn

Der Präsident des Verbands der Krankenhausdirektoren Deutschlands, Josef Düllings, hat der Großen Koalition im Bund ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. „Die heißen Eisen der Krankenhauspolitik wurden auch in dieser Wahlperiode nicht angefasst“, kritisierte er am Samstag bei einer Veranstaltung des Hartmannbundes in Münster. „Die von der Politik initiierten Förderprogramme, wie das Pflegestellenförderprogramm oder die Festlegung von Personaluntergrenzen, sind hilflose Flickschusterei, die Lösungen nur vorspiegeln“, so der VKD-Präsident in einer Mitteilung.

Der Verband sieht insbesondere drei Faktoren, die die finanzielle Lage vieler Krankenhäuser erheblich verschlechterten. Zum einen stünden einem Investitionsbedarf von 6,5 Milliarden Euro pro Jahr lediglich 2,8 Milliarden Euro an Investitionsförderung durch die Länder gegenüber. Zudem würde das Personal in den Krankenhäusern dadurch belastet, dass ambulante Patienten immer häufiger in die Notaufnahme kämen und die Krankenhäuser dafür nur „unterirdisch schlecht“ vergütet würden. Daraus ergebe sich eine weitere finanzielle Lücke von einer Milliarde Euro im Jahr. Darüber hinaus kritisierte Düllings, dass die Tarifsteigerungen von den Krankenkassen nicht vollständig finanziert werden. Das entspreche einer weiteren Belastung um eine weitere Milliarde Euro jährlich. Die Investitionsfinanzierung müsse deshalb „auf stabile Füße gestellt“ und der Bund mit einbezogen werden, forderte der VKD-Präsident.

Autor

 Hendrik Bensch

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