BMAS-Forschungsprojekt

Schnellere Wege in die Reha für Suchtkranke

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Schnellere Wege in die Reha für Suchtkranke
© Median

Patienten mit einer Alkoholabhängigkeit sollen künftig leichter und schneller den Weg in die Entwöhnungsbehandlung einer Rehaklinik finden. Das ist das Ziel eines neuen wissenschaftlichen Forschungsprojektes von Charité, Median und DRV, dessen Förderung aktuell beschlossen wurde.

Das Projekt mit dem Namen FIRE „Frühzeitige Intervention für den direkten Zugang zur Rehabilitation bei Entgiftung in der Akutversorgung“ ist Teil des Bundesprogramms „Innovative Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben – rehapro“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Unter Federführung der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See werden insgesamt drei regionale Rentenversicherungsträger, die DRV Rheinland, die DRV Saarland und die DRV Westfalen daran beteiligt sein. Seitens der medizinischen Rehabilitation sind die Median Kliniken Daun und die Median Klinik Tönisstein eingebunden sowie insgesamt sieben Akutkrankenhäuser.

Die wissenschaftliche Begleitung des Modellvorhabens übernimmt die Charité-Universitätsmedizin Berlin mit dem Institut für Medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaft, Abteilung Rehabilitationsforschung, unter Leitung von Prof. Dr. phil. Karla Spyra.

Im auf 48 Monate Laufzeit angelegten Modellprojekt soll an drei Stellen mit Verbesserungen in den Behandlungsablauf Alkoholkranker eingegriffen werden: Die Betroffenen sollen früher vom Behandlungsangebot erfahren, das Antragsverfahren soll erleichtert und die Trennung der beiden Sektoren „Entgiftung“ und „Entwöhnung“ modellhaft aufgehoben werden. Zentrale Schaltstelle des Projekts sind zwei Case-Manager der Median Kliniken Daun und Tönisstein sein, die Betroffene bereits während der Entgiftung in einem der sieben teilnehmenden Akutkrankenhäuser über die Möglichkeiten der direkten Weiterbehandlung in der Rehabilitation beraten. Gleichzeitig kümmern sie sich um die Zeit nach der Entlassung und die Beantragung der Reha-Maßnahme bei den kooperierenden Rentenversicherungen.

Zur Umsetzung des Bundesprogramms „rehapro“ steht bis 2026 insgesamt für verschiedene Maßnahmen rund eine Milliarde Euro zur Verfügung. Die einzelnen Modellprojekte können bis zu fünf Jahre gefördert werden.  

Autor

 Lena Reseck

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