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Paul-Ehrlich-Institut: Impfstoff-Entwicklung braucht Zeit

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Paul-Ehrlich-Institut: Impfstoff-Entwicklung braucht Zeit
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Der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, das für die Medikamentenzulassung verantwortlich ist, rechnet im Frühsommer mit ersten Prüfungen für einen Corona-Impfstoff. Ein genaues Datum für die Zulassung könne er aber noch nicht nennen. 

Im Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung sagt Klaus Cichutek, dass die Entwicklung von Impf- und Wirkstoffen gegen das Coronavirus in vollem Gange sei. Weltweit gebe es drei laufende klinische Studien mit Erbgut-Impfstoffen in den USA, China und Großbritannien. Bei diesen Impfstoffen würden die ungefährlichen Erregerbestandteile mit verschiedenen Möglichkeiten für einen Impfstoff zurechtgeschnitten.

"Ich gehe davon aus, dass in wenigen Wochen, vielleicht im Frühsommer, klinische Prüfungen der Phase 1 am Menschen, also etwa mit 100 Probanden, in Deutschland starten", so Cichutek. In dieser Phase werde die Verträglichkeit getestet sowie erste Informationen zur Dosierung und generellen Verträglichkeit gesammelt. Sollte die erste Phase abgeschlossen sein, rechnet Cichutek Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres mit den Beginn klinischer Prüfungen der zweiten und dritten Phase, bei denen in Studien mit mehreren tausend Probanden die exakte Dosis, Wirksamkeit und Impfstoff-Sicherheit ermittelt würden.

Der Abschluss der dritten Phase sei die Voraussetzung, um die Zulassung des Impfstoffes zu beantragen. "Die Entwicklung braucht Zeit, und wir müssen Sorgfalt walten lassen, denn wir brauchen wirksame und verträgliche Vakzinen. Und wir werden mehr als ein Impfstoff-Produkt benötigen, um den gewaltigen Bedarf zu decken, falls die Pandemie anhält und Personen geschützt werden müssen", so Cichutek. Für ihn sei es keine Frage, ob es wirksame Mittel zur Prävention und Therapie von Corona geben wird, sondern wann man soweit sei. Ein Datum für die generelle Verfügbarkeit des Impfstoffes zu nennen, sei unseriös.

Autor

 Luisa-Maria Hollmig

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