Uniklinik Köln gewinnt Award Patientendialog

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Uniklinik Köln gewinnt Award Patientendialog
© Michael Wodak/MedizinFotoKöln

Die Uniklinik Köln hat die Jury mit ihrem Patienten-Informations-Zentrum (PIZ) überzeugt und wurde mit dem 1. Platz des Award Patientendialogs ausgezeichnet. Der Bundesverband Beschwerdemanagement für Gesundheitseinrichtungen (BBfG) und der Bundesverband Patientenfürsprecher in Krankenhäusern (BPiK) haben den Award ins Leben gerufen. Er zeichnet jedes Jahr Kliniken aus, die einen vorbildlichen Dialog mit Patientinnen und Patienten und deren Angehörigen pflegen. Wegen der Corona-Pandemie kann die Verleihung nicht wie in den Vorjahren auf dem Deutschen Krankenhaustag in Düsseldorf stattfinden; der Preis wird stattdessen online vergeben.

Auf Platz zwei folgt die Uniklinik Dresden für ihre „Patientenbriefe am Herzzentrum Dresden“. Die Uniklinik Heidelberg landet auf dem dritten Platz für den „Patientenrat der Neurologischen Universitätsklinik Heidelberg“ und das Ortenau Klinikum wird mit dem Sonderpreis Digitale Barrierefreiheit für die „Öffentlichkeits-App OKApp“ ausgezeichnet.

Prof. Dr. Claudia Schmidtke (MdB), Patientenbeauftragte der Bundesregierung, hatte erneut die Schirmherrschaft für den Award Patientendialog übernommen. Anlässlich der Verleihung sagte sie: "Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der ausgezeichneten Krankenhäuser des diesjährigen Award Patientendialog 2020 gratuliere ich herzlich zu diesem wohlverdienten Erfolg und danke ihnen ausdrücklich für ihr unermüdliches Engagement. Gerade in der aktuellen Zeit der Coronavirus-Pandemie ist eine wertschätzende Kommunikation auf Augenhöhe mit den Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörigen im klinischen Alltag wichtiger denn je. Nur durch einen intensiven Austausch mit den Betroffenen können Informationsdefizite abgebaut, Befürchtungen gemildert und Verständnis für die derzeit notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen geschaffen werden. Die Preisträger des Award Patientendialog 2020 zeigen auf eindrucksvolle und innovative Art und Weise, wie auch unter schwierigen Bedingungen die Patientinnen und Patienten in den Mittelpunkt des Versorgungsalltags gerückt werden können." 

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sagte: „In der Corona-Pandemie hat sich unser Gesundheitswesen bewährt. Und wir haben gesehen, wie wertvoll digitale Möglichkeiten sind, etwa die Videosprechstunde. In Zeiten von Kontaktbeschränkungen helfen Apps bei der Kommunikation im Krankenhaus, das zeigen die Preisträger des Awards Patientendialog. Diese positiven Erfahrungen werden uns auf dem Weg in eine stärker digitalisierte Gesundheitsversorgung neuen Schwung geben und eine  zeitgemäße Kommunikation mit den Patienten voran bringen.“

Über die Gewinner entschied eine Jury, die unter anderem besetzt ist mit Gerald Gaß, dem Präsidenten der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Professor Heinz Lohmann (IGW) und dem Medizinethiker Professor Giovanni Maio (Uni Freiburg). 

f&w stellt als Medienpartner die Siegerprojekte in der Dezember-Ausgabe vor.

Virtuelle Preisverleihung 2020

Patienten-Informations-Zentrum (PIZ) im Uniklinik Köln

Bei Fragen rund um die Gesundheit können Patienten, Angehörige und Interessierte Antworten im pflegerisch-pflegewissenschaftlich geleiteten Patienten-Informations-Zentrum (PIZ) in der Uniklinik Köln finden - auch digital. Seit der Eröffnung im Jahr 2014 haben eigenen Angaben zufolge rund 26.000 Interessierte das Angebot genutzt. Ein Team aus Pflegefachpersonen bietet Informationen, Beratungen und Schulungen zur Gesundheitsförderung an. Die Mitarbeiter verfügen über unterschiedliche Schwerpunkte in ihrer pflegerischen sowie akademischen Ausbildung und ihrem Beschäftigungsfeld. Das PIZ ist auch ein Ausbildungsort zukünftiger Pflegefachpersonen. 

Das PIZ unterstützt außerdem die Weiterentwicklung von Pflegeberatungsangeboten auf den Stationen und in den Ambulanzen des Klinikums. Beispielhaft hierfür ist die Schulung für Patienten einer Nierentransplantation. In der Uniklinik Köln erhalten etwa 80 Patienten im Jahr eine neue Niere. Fachpflegende, Mitarbeitende des PIZ und des ärztlichen Dienstes beraten und schulen Betroffene und ihre Angehörigen einzeln oder in Gruppen vor und nach der Transplantation mit dem Ziel, dass Betroffene ihren Alltag eigenverantwortlich gestalten können.

Patientenbriefe am Herzzentrum Dresden

Seit Juni 2019 erhalten Patienten der Herzzentrum Dresden GmbH Universitätsklinik zu ihrem regulären Entlassbrief auch einen leicht zu verstehenden Patientenbrief. Die Patientenbriefe werden mittels einer Software auf Basis strukturierter Entlass-Daten (ICD- und OPS-Codes) erzeugt. Die Software enthält leicht verständliche Erklärungen zu 10.759 endständigen ICD-Codes und 13.908 endständigen OPS-Codes. Durch die Automatisierung ist die Erstellung und der Versand der Patientenbriefe mit einem sehr geringen Mehraufwand für das Personal im Herzzentrum Dresden verbunden. Patienten erhalten so nach dem Krankenhausaufenthalt ein verständliches Dokument, welches sie über ihre Diagnosen, durchgeführte Untersuchungen und Behandlungen informiert.

Patientenrat der Neurologischen Universitätsklinik Heidelberg

Die Neurologische Universitätsklinik Heidelberg will die Perspektive von Patienten und deren Angehörigen besser verstehen und stärker in den klinischen Alltag integrieren. Daher hat sie im Januar 2019 einen Patientenrat als Möglichkeit des Austausches zwischen Patienten, Angehörigen und Krankenhauspersonal in der Neurologie etabliert. Mit 13 festen Mitgliedern tagt der Patientenrat seitdem im Zweimonatsrhythmus zu laufenden und geplanten klinischen und wissenschaftlichen Projekten - seit der Corona-Pandemie auch per Videokonferenz. 

„Öffentlichkeits-App OKApp“ des Ortenau Klinikums

Die OKApp ist der digitale Wegweiser durch das Ortenau Klinikum und seine Betriebsstellen. Besucher können viele der in der App verfügbaren Informationen nach Bedürfnissen und Interessen zusammenstellen, etwa Informationen zu Veranstaltungen der Fachkliniken. Im Zuge der Corona-Pandemie hat das Klinikum Ortenau weitere Themenbereiche ergänzt, wie "Informationen zum Coronavirus„ oder „Wie kann ich helfen?“.

Autor

 Christina Spies

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