Krankenhausschließung in der Eifel

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Das Marienhaus Klinikum Eifel schließt seinen Standort St. Josef in Neuerburg. Darüber informierten die Geschäftsführer Michael Osypka und Dr. Günter Merschbächer vergangenen Freitag die Mitarbeiter des Krankenhauses. Ausschlaggebend für die Schließung seien vor allem wirtschaftliche Gründe, aber auch die zunehmende Schwierigkeit, Fachärzte für Neuerburg zu gewinnen, heißt es in einer Pressemitteilung des Klinikverbundes. Zum Marienhaus Klinikum Eifel gehören neben der Klinik in Neuerburg auch die Krankenhäuser in Bitburg und Gerolstein. Das Defizit, das in Neuerburg jährlich auflaufe, belaste den Klinikverbund insgesamt schwer und gefährde seine Weiterentwicklung. Deshalb, so Osypka, hätten die Gesellschafter der Marienhaus Kliniken GmbH als Träger des Marienhaus Klinikums Eifel beschlossen, das Neuerburger Krankenhaus bis Mitte dieses Jahres zu schließen. Betriebsbedingte Kündigungen soll es nicht geben. Die 110 Mitarbeiter sollen das Angebot bekommen, einen Arbeitsplatz in Bitburg oder Gerolstein anzunehmen.

Merschbächer kündigte an, dass kurzfristig ein Runder Tisch zur Weiterentwicklung der ambulanten medizinischen Versorgung der Menschen in der Region Neuerburg gebildet wird. Teilnehmen sollen neben dem Marienhaus Klinikum Eifel auch die Stadt Neuerburg, das Land Rheinland-Pfalz, die Kassenärztliche Vereinigung und niedergelassene Ärzte.
Die Existenz des Neuerburger Krankenhauses hatte bereits vor einigen Jahren am seidenen Faden gehangen. Mit der Ansiedlung einer Weaning-Station 2006 habe man die Situation zumindest vorübergehend stabilisieren können. Zwischenzeitlich aber, so erläuterte Michael Osypka, sei die Nachfrage gesunken. Die Weaning-Station soll nun in Bitburg mit fünf Betten weiter betrieben werden.

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