„Besitzstände der Standesorganisation behindern ASV"

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Der „Bundesverband ambulante spezialfachärztliche Versorgung“ (BV ASV) fordert eine rasche Umsetzung der ASV, um den zu erwartenden Anstieg von Krebserkrankungen in den kommenden Jahren wirkungsvoll zu begegnen. Der neue Versorgungsbereich der ambulant-spezialfachärztlichen Versorgung (ASV) soll niedergelassene Spezialisten und qualifizierten Kliniken stärker verzahnen bei der ambulanten Behandlung von Patienten mit schweren und seltenen Erkrankungen. Ab April 2014 sollen die ersten beiden Krankheitsbilder – Tuberkulose und Magen-Darm-Tumore – im neuen Versorgungsbereich behandelt werden können.

„Wir beobachten mit Besorgnis, dass in den politischen Diskussionen die sinnvolle Grundidee der ASV gefährdet wird, Patienten vernetzt und sektorenübergreifend durch Spezialisten zu versorgen. Besitzstände der Standesorganisationen scheinen in etlichen Punkten die Interessen der Patientenversorgung zu überwiegen“, erklärte Wolfgang Abenhardt, Vorstand des BV ASV, am Montag in München.   Der Gemeinsame Bundesausschuss hatte Ende 2013 die Teilnahmevoraussetzungen und Rahmenbedingungen für die Behandlung der Tuberkulose in der ASV beschlossen. Der Beschluss zu den Magen-Darm-Tumoren war verschoben worden und ist nun für den 20. Februar 2014 vorgesehen. „Bedauerlich ist beispielsweise, dass man sich im Gemeinsamen Bundesausschuss nicht dazu durchringen konnte, in der ASV verpflichtend eine standardisierte elektronische Falldokumentation einzuführen. Da die ASV-Behandlung zwingend durch ein interdisziplinäres Team erfolgen muss, ist eine solche Fallakte unverzichtbar. Andernfalls erhält man mangelnde Transparenz der Behandlung und evaluiert wie bisher fragwürdige Routinedaten“, so Axel Munte, Vorstandsvorsitzender des BV ASV.

 

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