Deutschlandweite Solidaritätsbekundungen für Pflegeberufe

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Am vergangenen Samstag nahmen bundesweit an der Protestaktion „Pflege am Boden“ wieder mehr als 3.000 Menschen teil. Das gaben die Initiatoren auf Anfrage bekannt. Mit den Flashmobs in Fußgängerzonen und Innenstädten machen Pflegende seit Herbst vergangenen Jahres regelmäßig auf Missstände aufmerksam. Erstmals erhielten sie auch Beistand von der bayerischen Pflegeministerin Melanie Huml.

 „Wir brauchen mehr Menschen, die  mit Herzblut in der Pflege arbeiten. Deshalb müssen wir den Pflegeberuf attraktiver machen“, sagte die Ministerin anlässlich der Demonstrationen. Dazu forderte sie unter anderem mehr Personal, eine angemessene Bezahlung und mehr Zeit für die Arbeit am Menschen. Auch müsste die Pflege entbürokratisiert und dazu die Dokumentationspflichten auf das Notwendigste reduziert werden.

Im Freistaat habe sich die Zahl der Pflege-Auszubildenden in den vergangenen drei Jahren um ein Viertel gesteigert, so Huml weiter. „Die Gewinnung von qualifiziertem Personal bleibt eines der dringlichsten Themen in der Pflege.“ Hier sind laut der Ministerin neben Bund und Ländern vor allem die Bundesagentur für Arbeit, die Kostenträger und die Einrichtungen als Arbeitgeber gefragt.

Anlässlich des Internationalen Frauentages äußerte sich auch der Deutsche Pflegerat (DPR) und forderte eine Aufwertung und eine bessere Bezahlung für typische Frauenberufe, wie etwa die in der Pflege und im Hebammenwesen. „Beseitigt werden muss die Lohndiskriminierung der Frauen von 22 Prozent. Benötigt wird eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, sagte Birgit Pätzmann-Sietas, DPR-Präsidiumsmitglied. Zudem müsse es ein Rückkehrrecht von Teilzeit auf Vollzeit geben. „Teilzeit darf keine Sackgasse sein“, so Pätzmann-Sietas.  

Am Weltfrauentag zog es auch hunderte Menschen zu Solidaritätsbekundungen für die etwa 3.500 freiberuflichen Hebammen auf die Straßen. Diese bangen aufgrund von vervielfachten Haftpflichttarifen um ihre Existenz.

Autor

 Johanna Kristen

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