Leber: Nach welchem Schlüssel kein Geld verteilt wird, ist egal

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Wulf-Dietrich Leber, Abteilungsleiter Krankenhäuser beim GKV-Spitzenverband, riet den Kliniken auf dem 13. Nationalen DRG-Forum in Berlin zu einem „völlig neuen Verhältnis zum Thema Qualität“. „Qualitätsorientierte Vergütung kommt: Es wäre gut, wenn sich die DKG daran beteiligt.“ Bislang sei es DKG und GKV-Spitzenverband nicht gelungen, die beiden getrennten Parallelwelten Vergütung und Qualität zusammenzuführen. Dies übernehme nun die Politik. Leber zitierte die DKG, wonach schlechte Leistungen durch Abschläge nicht besser würden. „Stimmt“, meinte er. „Aber die werden seltener.“ Da die Suche nach guten Qualitätsindikatoren mitunter schwierig sei, müsse man mit den bereits veröffentlichten 300 Indikatoren arbeiten.

Zum Psch-Entgeltsystem PEPP merkte Leber an, dass es keinen Grund mehr gebe, die Optionsphase zu verlängern, da die Kalkulation umfassend überarbeitet wurde. Ob alle Länder einmal die Investitionsbewertungsrelationen, die ursprünglich schon 2012 vorliegen sollten, anwenden oder nicht, sei eigentlich nicht so wichtig, so Leber. Sollte sich die Investitionsförderung so weiter entwickeln wie bislang, werde es  2020 wohl gar keine Investitionen mehr geben. „Nach welchem Schlüssel kein Geld verteilt wird, ist egal.“

„Wir müssen nachdenken, welche Konsequenzen gezogen werden müssen“, appellierte Leber an die Klinikmanager. „Weniger Investitionen bedeutet weniger Planung.“ Lebers These: „Eigentlich gibt es gar keine Krankenhausplanung mehr.“ Diese ähnele bereits heute oft nur einer Fortschreibung von Adresslisten. Er wisse daher auch nicht, was der Bund diesbezüglich mit den Ländern besprechen wolle. „Krankenhausplanung findet in den Klinikketten statt.“  Lebers Aufforderung an die Krankenhäuser: „Schließt eure Krankenhäuser selber!“ Er bedaure es, dass der Umstrukturierungsfonds aus dem Koalitionsvertrag gestrichen wurde. „Wir werden aber die Situation haben, dass man wieder darüber sprechen wird“, prognostizierte Leber.

 

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