Vivantes erhöht Gewinn und will eigenen Tarifvertrag

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Deutschlands größtes kommunales Krankenhaus hat eine neue Chefin und kann auf einen gestiegenen Gewinn verweisen. Am Mittwoch wurde Andrea Grebe vom Aufsichtsrat der Vivantes GmbH zur Vorsitzenden der Geschäftsführung gewählt, nachdem sie im vergangenen Jahr zunächst kommissarisch ernannt worden war. Am Donnerstag präsentierte Grebe ein im Jahr 2013 um 1,2 Millionen auf 7,9 Millionen Euro gestiegenes Jahresergebnis bei einer Umsatzrendite von 0,9 Prozent. Allerdings fehlte auf der Pressekonferenz der Finanzchef, der kürzlich wegen Bestechungsvorwürfen entlassen worden war. Ein Nachfolger stehe noch nicht fest, teilte Vivantes mit.

Christian Friese, Geschäftsführer Personalmanagement, sagte auf Nachfrage, Vivantes strebe einen Konzerntarifvertrag im Einvernehmen mit den Gewerkschaften und dem Betriebsrat an. Ziel müsse sein, qualifizierte Pflegekräfte besser zu bezahlen, um im Wettbewerb um gutes Personal mithalten zu können. Der Fachkräftemangel sei nun auch in Berlin angekommen. Zugleich müssten dann aber an anderer Stelle Gehälter reduziert werden, etwa im sogenannten Facility-Management, also der Verwaltung der Gebäude, oder bei Physiotherapeuten. Hier solle dann nicht mehr der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes gelten, sondern die entsprechende Gehaltsstruktur der privaten Wirtschaft.

Die Investitionen verdoppelte Vivantes im vergangenen Jahr nahezu auf insgesamt 68 Millionen Euro. 45 Millionen Euro seien davon aus Eigenmitteln finanziert worden. Beim Senat lägen mittlerweile Investitionsanträge in Höhe von 270 Millionen Euro, über die noch keine Entscheidung gefallen sei, sagte Grebe.

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