Charité-Onkologe unter Verdacht

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Wieder ist die Berliner Charité in die Schlagzeilen geraten. Erneut hat die Staatsanwaltschaft Büroräume der Uniklinik durchsucht, wie die Ärzte Zeitung heute berichtet. Grund sei diesmal der Verdacht der Bestechlichkeit gegen einen Oberarzt. Der Onkologe soll Patienten zur Zytostatikaversorgung an eine Apotheke vermittelt und dafür Elektrogeräte und Büroausstattung im Wert von 28.000 Euro erhalten haben.

Geschäftsunterlagen, Schriftverkehr und Spendenbescheinigungen seien sichergestellt worden. Das Beweismaterial werde jetzt ausgewertet. Neben dem Büro des Arztes auf dem Charité-Gelände habe die Staatsanwaltschaft auch seine Villa in Berlin-Nikolassee, ein Steuerbüro und die verdächtige Apotheke durchsucht.

"Wir unterstützen die Staatsanwaltschaft und kooperieren vollumfänglich", erklärte Charité-Sprecher Uwe Dolderer der Ärzte Zeitung. Weitere Angaben habe er unter Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht machen wollen.

Erst vor Kurzem war die Charité aufgrund von nicht verwendeten und auf einem speziellen Konto geparkten Forschungsgeldern in Höhe von knapp 35 Millionen Euro ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Kurz darauf hatte der Aufsichtsrat mitgeteilt, die Gelder sollen als Verbindlichkeiten aufgelöst und als Gewinnrücklage ausgewiesen werden.
 

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