Überlastung kann zu Behandlungsfehlern führen

  • News des Tages

Das Aktionsbündnis für Patientensicherheit (APS) weist darauf hin, dass ökonomischer Druck auf Krankenhäuser, der sich in Einsparungen beim Personal äußert, auf Kosten der Sicherheit gehen kann. Krankenhausstationen seien oft nicht ausreichend mit Pflegekräften und Ärzten besetzt, gleichzeitig aber stark beansprucht. Dies könne Behandlungsfehler zur Folge haben.

„Je weniger Pflegekräfte im Einsatz pro Patient sind, desto mehr Fehler passieren durch Überlastung“, erläutert Professor Dr. med. Hartmut Siebert, stellvertretender Vorsitzender des APS. „60 bis 70 Prozent der unerwünschten Ereignisse und Beinahefehler sind durch menschliches Versagen verursacht“. Dass den Kliniken Geld für Personal fehle, sei Folge von Fehlanreizen des DRG-Abrechnungssystems „Das System prämiert Leistungen, die sich kurzfristig ökonomisch lohnen, wie Hüft- oder Knie-OPs.“ Langfristige Investitionen, etwa für mehr Patientensicherheit, seien darin nicht enthalten. „Deshalb brauchen wir eine Änderung des DRG-Systems von der Leistungs- zu mehr qualitätsorientierter Vergütung“, fordert Siebert.

Wie sich wirtschaftliche Zwänge und Patientensicherheit im Klinikalltag vereinbaren lassen, wird Thema des 1. Gemeinsamen Kongresses für Patientensicherheit am 3. und 4. April sein.

 

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Mit unserem täglichen Newsletter informieren wir bereits rund 10.000 Empfänger über alle wichtigen Meldungen aus den Krankenhäusern und der Gesundheitsbranche



Kontakt zum Kundenservice

Rufen Sie an: 0 56 61 / 73 44-0
Mo - Fr 08:00 bis 17:00 Uhr

Senden Sie uns eine E-Mail:
info@bibliomedmanager.de

Häufige Fragen und Antworten finden Sie im Hilfe-Bereich