Notfallreform

AOK schlägt eigenständiges Notfallbudget vor  

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AOK schlägt eigenständiges Notfallbudget vor  
Carola Reimann © Tom Figiel

AOK-Chefin Carola Reimann schlägt ein eigenes Notfallbudget vor und lehnt eine Verbreitung der Integrierten Notfallzentren nach dem Gusto der DKG ab. Der AOK-Bundesverband begrüßt Karl Lauterbachs Ankündigung, eine Reform der Notfallversorgung schnell auf den Weg zu bringen. Es sei an der Zeit, die unterschiedliche Organisation und Finanzierung von Rettungsdienst, ärztlichem Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigungen und Notaufnahmen der Krankenhäuser endlich zu überwinden. "In der derzeitigen öffentlichen Debatte werden jedoch vorwiegend Maßnahmen vorgeschlagen, die die sektorale Trennung im Kern unberührt lassen", kritisiert Reimann.

Die AOK fordert von niedergelassenen Ärzten und Krankenhausärzten gemeinsam betriebene Integrierte Notfallzentren. Grundlage für die Planung der Standorte sollten Vorgaben des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zur Struktur, Erreichbarkeit und Qualifikation des Personals sein. „An welchen Kliniken die Integrierten Notfallzentren am besten angesiedelt werden, sollten Vertreter der Landeskrankenhausgesellschaften, der Kassenärztlichen Vereinigungen und der Krankenkassen gemeinsam in den von uns vorgeschlagenen 3+1-Gremien unter Landesaufsicht entscheiden“, so Reimann.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft fordert hingegen, dass jedes Krankenhaus mit einer stationären Notfallversorgung ein INZ kriegen soll. "Wichtig ist, dass die Integrierten Notfallzentren nicht automatisch an jedem Krankenhaus mit Notfallstufe eingerichtet werden, sondern dass sich die Planung am tatsächlichen Bedarf orientiert", entgegnet Reimann.  Zur Finanzierung der Leistungen in den Zentren schlage die AOK ein eigenständiges Notfallversorgungsbudget vor.

Autor

 Jens Mau

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