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DKG stellt Konzept zur Notfallversorgung vor

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DKG stellt Konzept zur Notfallversorgung vor
© Gettyimages/deepblue4you

BMG-Abteilungsleiter Michael Weller hatte angekündigt, dass in diesem Jahr die Reform der Notfallversorgung angestoßen werden soll. Vorschläge dazu muss die Reformkommission liefern. Die Reform steht seit Jahren auf der politischen Tagesordnung, doch vor allem zwischen Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten tobt ein Streit um die Hoheit bei der ambulanten Notfallversorgung. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat in einer Stellungnahme nun ihre Vorstellung einer Reform skizziert.

In einer Mitteilung heißt es: „Die Behandlung ambulanter Notfälle soll zukünftig grundsätzlich in Integrierten Notfallzentren (INZ) stattfinden, in denen Kassenärztliche Vereinigung und Krankenhaus eng zusammenarbeiten. Alle Krankenhäuser mit einer stationären Notfallstufe sollen ein solches INZ haben. Bestandteile des INZ sind Portal- oder Bereitschaftsdienstpraxen an den Krankenhäusern, die von der KVen organisiert werden und wirtschaftlich medizinisch eigenständig betrieben werden sowie ergänzend Notfallaufnahmen oder Ambulanzen, die eigenständig vom Krankenhaus betrieben werden. Verbindungsstück dieser beiden Elemente ist der gemeinsame Tresen für die ambulanten Notfälle. Patienten durchlaufen dort ein standardisiertes Ersteinschätzungsverfahren. Erst danach wird je nach Notwendigkeit entschieden, ob in der Portalpraxis oder in der stationären Notfallaufnahme behandelt werden muss. Dies betrifft die Zeit wochentags von 7:00 bis 19:00 Uhr. Die wichtigste Botschaft für die Patienten muss sein: Die Anlaufstelle für medizinische Notfälle ist das nächstgelegene Krankenhaus. Dort organisieren die niedergelassenen Ärzte und die Krankenhäuser gemeinsam die Versorgung für diese Patienten“, so der DKG-Vorstandsvorsitzende Gerald Gaß. Das 16-seitige Konzept der DKG finden Sie hier.

An Konzepten mangelt es bei diesem Thema nicht. Schon Jens Spahns Vorgänger Hermann Gröhe befasste sich mit der Reform und der Sachverständigenrat hat vor Jahren ein Gutachten abgeliefert. Streit gibt es darüber, wer den Hut aufhat. Nicht nur Kliniken und Kassenärzte zanken sich, auch Bund und Länder führen einen Kompetenzstreit.

 

Autor

 Jens Mau

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