Das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) hat die ersten Fördermittel aus dem Transformationsfonds bewilligt.
Ein erstes Projekt, das aus dem Transformationsfonds Geld erhält, ist aus Nordrhein-Westfalen. Gefördert wird ein Vorhaben der Kliniken Rhein-Berg der Gemeinnützigen Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe (GFO). Die Investitionskosten dafür betragen etwa 65 Millionen Euro, wovon mehr als 45 Millionen Euro aus dem Transformationsfonds stammen werden.
In dem Projekt werden verschiedene medizinische Leistungsgruppen wie beispielsweise Innere Medizin, Chirurgie, Geriatrie und Intensivmedizin am Vinzenz Pallotti Hospital konzentriert. Das Marien-Krankenhaus stellt nach den Umstrukturierungen keine stationären Leistungen mehr bereit, sondern wird für die ambulante Versorgung und die „GFO Schule für Gesundheitsberufe Bergisches Land“ genutzt.
Um die Erneuerung der Krankenhausstruktur zu unterstützen, hat der Gesetzgeber mit dem Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz (KHVVG) Ende 2024 den Fonds aus der Taufe gehoben. Nach mehreren Anpassungen war der Fonds allerdings erst nach dem Inkrafttreten des Krankenhausreformanpassungsgesetzes (KHAG) vor zwei Tagen voll funktionstüchtig.
Insgesamt stehen von 2026 bis 2035 bis zu 50 Milliarden Euro bereit, um strukturverändernde Maßnahmen zu fördern. Der Bund stellt nach den Neuregelungen durch das KHAG 29 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität zur Verfügung. Voraussetzung ist, dass sich die Länder an den Kosten beteiligen - gegebenenfalls gemeinsam mit den Krankenhausträgern.

