Notfallversorgung

Bertelsmann-Stiftung veröffentlicht Reformvorschlag

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Bertelsmann-Stiftung veröffentlicht Reformvorschlag
© München Klinik

Die Bertelsmann-Stiftung hat einen Debattenbeitrag zur ambulanten Notfallversorgung geliefert. Unter den Verfassern finden sich viele prominente Namen – allerdings kein Notfallmediziner. 

Unter dem Titel „Neuordnung der Notfallversorgung“ hat die Stiftung ein „Panel“ mit einflussreichen Mitgliedern ins Leben gerufen. Unter anderem sind Sonja Optendrenk (Bundesgesundheitsministerium), Ferdinand Gerlach (Sachverständigenrat), Thomas Lemke (Sana-Vorstand) und Matthias Mohrmann (Vorstand der AOK-Rheinland) mit von der Partie.

Reform des Rettungsdienstes auf Eis legen

Angesichts der Fehlschläge in den zurückliegenden vier Jahren im Gesetzgebungsverfahren, rät das Panel der Politik, eine „grundsätzliche rechtliche Neuausrichtung für die Rettungsdienste zunächst zurückzustellen“. Daran war bereits die Spahn-Administration gescheitert, weil es einerseits Kompetenzgerangel zwischen Bund und Ländern gab, sowie einen Interessenskonflikt zwischen Kassen und Kommunen, wer die Rettungsdienste bezahlt. Um die Strukturen der sehr heterogen organisierten Rettungsdienste zu harmonisieren, fordert das Gremium ein „Fachkundiges Gremium“, das „untergesetzliche“ Normen aufstellen soll. Der Gemeinsame Bundesauschuss (G-BA) sie für diese Aufgabe nicht passend, da die kommunalen Interessen dort nicht vertreten sind. Dies sei ein erster Schritt, um die Leitstellen der Kommunen und der Kassenärztlichen Vereinigungen zu harmonisieren. Dem Rettungsdienst müssten über die Verzahnung mit den vertragsärztlichen Angeboten Zugriffsmöglichkeiten auf Leistungen und Dienste des SGB V gewährt werden– dies sei auch ein wichtiges Signal zum Aufbau gemeinsamer Strukturen.

Hospitalisierungsquote kurzfristig drücken

Eine ökonomisch spürbare Reduzierung der im internationalen Vergleich hohen Hospitalisierungsrate von ambulanten Notfällen in Deutschland sei kurzfristig machbar, schreibt das Bertelsmann-Panel. Dafür müsse man Kooperationsmöglichkeiten und abrechnungstechnischen Verbesserungen rechtlich und finanziell umzusetzen. Neue Strukturen seien nicht notwendigerweise aufzubauen. Um die Verfügbarkeit bedarfsgerecht sicherzustellen, müsse allerdings mehr Transparenz („fortlaufend aktualisierte Kapazitäten für Notfallbehandlungen“) im stationären und ambulanten Sektor geschaffen werden. Das könnte der erste Schritt in die sektorenübergreifende Bedarfsplanung sein.

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    Autor

     Jens Mau

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