Diakovere richtet seine medizinische Versorgung grundlegend neu aus. Die „Medizinstrategie 2035“ setzt auf ein Zwei-Säulen-Modell mit klarer Aufteilung: Akut- und Notfallmedizin im Westen Hannovers und Langzeitmedizin im Osten.
Diakovere stellt seine Medizinstrategie neu auf. Das geht aus einer Mitteilung des Unternehmens hervor. Kern ist ein Zwei-Säulen-Modell, das die Klinikgruppe bis 2035 an zwei Standorten und entlang von fünf Versorgungspfaden umsetzen will.
Zwei Standorte, zwei Säulen
Im Westen Hannovers konzentriert sich Diakovere künftig auf Akut- und Notfallmedizin. Das Friederikenstift soll dabei zentrale zeitkritische Versorgungsketten übernehmen. „Wir sichern die zeitkritische Akut- und Notfallmedizin – und bauen zugleich eine Langzeitmedizin auf, die Patient:innen über Jahre begleitet“, sagt Thomas Moesta, Co-Vorsitzender der Geschäftsführung.
Im Osten der Stadt plant das Unternehmen ein neues Krankenhaus für die sogenannte Langzeitmedizin. Unter diesem Begriff bündelt Diakovere Angebote für Menschen mit komplexen, chronischen und langfristigen Erkrankungen. Das Konzept soll bis Ende 2026 gemeinsam mit Land, Region und Stadt erarbeitet werden.
Fünf Versorgungspfade
Die Strategie strukturiert die Versorgung entlang von fünf klinischen Pfaden: Notfall- und Trauma, Mobilität und Teilhabe, onkologische Versorgung, Altern im Gleichgewicht sowie Mutter-Kind. Diese Pfade sollen sektorenübergreifende Behandlungswege ermöglichen – von der Diagnose bis zur Nachsorge.
Digitalisierung, künstliche Intelligenz und Telemedizin sollen die Prozesse verzahnen und eine kontinuierliche Betreuung unterstützen.
Investitionen bis 2035 geplant
Für die Umsetzung der Zielarchitektur veranschlagt Diakovere Investitionen von mehr als einer halben Milliarde Euro. Der erste Ausbauschritt umfasst rund eine Viertelmilliarde Euro. Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung beauftragt, bis Ende 2026 die fachlichen Grundlagen zu konkretisieren.
„Unsere neue Strategie verbindet medizinische Qualität mit wirtschaftlicher Vernunft“, sagt Geschäftsführer Stefan David. Aufsichtsratschef Hans-Ulrich Anke ergänzt: „Wir sind da, wo man uns braucht.“
cs
