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DKG fordert Soforthilfe für Kliniken 

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DKG fordert Soforthilfe für Kliniken 
© GettyImages/darkojow

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) warnt vor Einschränkungen bei der Patientenversorgung aufgrund der sich zuspitzenden Lage vieler Kliniken. Krankenhäuser könnten nicht wie andere Wirtschaftsunternehmen, die teils massiven Kostensteigerungen über Preisanpassungen weitergeben. Die finanziellen Rahmenbedingungen der Krankenhäuser müssten deshalb schnell der Realität angepasst werden. „Ohne ein sofortiges Handeln der Bundesregierung laufen wir Gefahr, dass die Krankenhäuser diesem Kostendruck nur durch Personalabbau, Outsourcing sowie Reduktion von Versorgungsangeboten bis hin zu Standortschließungen begegnen können“, erklärt Gerald Gaß, Vorstandsvorsitzender der DKG.

Rund 60 Prozent der Krankenhäuser in Deutschland rechnen für das vergangene Jahr mit wirtschaftlichen Verlusten, so die DKG. Gründe für die Probleme vieler Kliniken seien die Einschränkungen des Regelbetriebs infolge der Corona-Pandemie und steigende Personalanforderungen trotz des allgemeinen Fachkräftemangels. Die gesunkenen Fallzahlen führen zu Erlösverlusten, die der Ganzjahresausgleich im Rahmen der Pandemiefinanzierung nur teilweise ausgleiche. „Kliniken werden durch einen zweiprozentigen Selbstbehalt Jahr für Jahr belastet. Dieser Selbstbehalt muss endlich weg – auch rückwirkend. Wir erinnern an das Versprechen der alten Regierung, dass kein Krankenhaus durch die Pandemie wirtschaftliche Probleme bekommen soll“, sagt der DKG-Vorstandsvorsitzende. 

Das sei aber nur ein Teil der aktuellen Misere. Hinzukommen aktuell massive Preissteigerungen bei Energie, Medizinprodukten oder Medikamenten und Lebensmitteln. „Diese werden im bestehenden Krankenhaus-Finanzierungssystem nicht berücksichtigt. Für die Kliniken gilt die Deckelung der Steigerungsrate, die sich durch das Zusammenspiel von Grundlohnrate und Orientierungswert ergibt. Für das Jahr 2022 ergibt sich daraus ein maximaler Preisanstieg um 2,32 Prozent. 2,32 Prozent sind noch nicht einmal der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein, um die wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser zu stabilisieren“, erklärt Gaß.

Über die zuletzt stark angestiegenen Energiepreise berichtet f&w ausführlich in der neuen Ausgabe.

Autor

 Jens Mau

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