Healthcare-Barometer

Studie: Gute Noten für das Gesundheitssystem

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Studie: Gute Noten für das Gesundheitssystem
© Pixabay/geralt

Bestnoten für das deutsche Gesundheitssystem: Eine repräsentative Befragung hat ergeben, dass für 72 Prozent der Bürger das Gesundheitssystem zu den drei besten der Welt gehört. Die Zufriedenheit ist demnach während der Corona-Pandemie sprunghaft angestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt das Healthcare Barometer 2021 der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC.

Im Vorjahr gehörte das deutsche Gesundheitssystem für lediglich 52 Prozent zu den Top-3-Systemen im internationalen Vergleich, heißt es in einer Mitteilung. Ein besonders großer Anstieg wird in den Altersgruppen 35-54 Jahre und ab 55 Jahre erkennbar. Die Zufriedenheit lag bei beiden Gruppen im Vorjahr bei 48 bzw. 49 Prozent und liegt jetzt bei 70 bzw. 72 Prozent. Für 74 Prozent der Befragten der Altersgruppe 18-34 Jahre gehört das deutsche Gesundheitssystem zu den drei besten der Welt (Vorjahr 64 Prozent). Auch die Versorgung in den Kliniken wird deutlich besser als in den Vorjahren eingeschätzt. Für insgesamt 72 Prozent der Befragten ist diese sehr gut bzw. gut. Lediglich vier Prozent bewerten die Versorgung als weniger gut und schlecht.  "Aus meiner Sicht erkennen die Bürger an, dass Deutschland im internationalen Vergleich recht gut durch die Covid-19-Pandemie gekommen ist", sagt Michael Burkhart, Leiter des Bereichs Gesundheitswirtschaft bei PwC Deutschland. Vor allem im Bereich der Intensivmedizin und Beatmungskapazitäten sei Deutschland im europäischen Vergleich gut aufgestellt. Dennoch habe die Pandemie auch Schwachstellen noch einmal besonders deutlich gezeigt, etwa den Fachkräftemangel unter Pflegekräften und Ärzten. Auch die zögerliche Digitalisierung sei ein Problem. Während der Krise habe Deutschland aber in diesem Bereich enorm aufgeholt.

Ein weiterer Bestandteil der Befragung waren die Investitionen. Sollte es ein zusätzliches Budget geben, sollten davon 55 Prozent in Präventionsmaßnahmen und 45 Prozent in die Maßnahmen zur Heilung fließen. "Das steht in einem deutlichen Missverhältnis zur aktuellen Situation in der das meiste Geld für die Behandlung von Krankheiten ausgegeben wird", resümiert Burkhart. "Die Deutschen haben erkannt, dass wir in der Bekämpfung von chronischen Krankheiten mit dem Fokus auf Therapie statt Vorsorge nicht mehr weiterkommen." Er vermutet, dass sich dieser Trend in den Befragungen der nächsten Jahre noch deutlicher abzeichnen werde. 

 

Autor

 Luisa-Maria Hollmig

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