Cybersicherheit

Hausärzte fordern Notfallsystem für TI

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Hausärzte fordern Notfallsystem für TI
© GettyImages/lucadp

Der Hausärzteverband Nordrhein fordert mehr Sicherheit für die Telematikinfrastruktur (TI). Kliniken rücken zunehmend in das Visier von Cyberkriminellen. Der Hausärzteverband befürchtet auch für die TI zunehmend Gefahren. Immer häufiger werde von Kliniken das Arzt-Informations-System mit den Niedergelassenen offline gestellt, weil hier offenbar massive Sicherheitslücken lauern. "Wir brauchen dringend ein Notfallsystem", erklärt der Verbandsvorsitzende Oliver Funken in einer Mitteilung. Die TI soll eine sichere Kommunikation im Gesundheitswesen ermöglichen und Informationen, die für die Patientenbehandlung notwendig sind, schneller verfügbar machen. Die Technologie ist aus Sicht des Hausärzteverbands jedoch "technologisch völlig unausgereift und ungenügend getestet", so die Kritik von Funken. Seit Beginn weise der Verband immer wieder auf Mängel hin und befürchtet auch, dass mit der angekündigten neuen 2.0-Technologie die Cybersicherheit nicht gegeben ist. Vor der Einführung fordert der Verband daher umfassende Tests in einer realen Umgebung. Zudem sollten nach großen Cyberangriffen die Sicherheitsstandards deutlich erhöht werden. "Wir brauchen eine nationale Cyberabwehr mit kontinuierlich umfassenden Sicherheits- und Gefährdungsanalysen und ein Emergency-System. Nur so kann die sensible Infrastruktur des Gesundheitssystems geschützt werden", so Funken.

Autor

 Luisa-Maria Hollmig

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