Corona-Tagebuch

Hochschule und Universitäten in der Corona-Krise - ein erster Eindruck

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Hochschule und Universitäten in der Corona-Krise - ein erster Eindruck

Hochschule und Universitäten sind natürlich ganz anders von der Krise in Folge der Corona-Epidemie betroffen als Gesundheitseinrichtungen oder auch Wirtschaftsbetriebe. Die Erlasse der unterschiedlichen Landesministerien Mitte März haben die meisten Bildungseinrichtungen in eine völlig neue Situation gebracht. Die klassische Form der Lehre und des Lernens, aber auch der Interaktion zwischen Professoren, Mitarbeitern und Studierenden, war von einem Tag auf den anderen nicht mehr möglich.

Nach einigen Stunden, teilweise Tagen der Ratlosigkeit und dem Wissen, dass dieser Zustand nicht Tage, nicht Wochen, sondern eher Monate - bestenfalls bis zum 20. April andauern würde - begann die Suche nach Lösungen. Der Ansturm auf die klassischen Tools für Virtual Classrooms und kollaboratives Arbeiten war da schon so groß, dass die Server dieser Nachfrage meist zumindest temporär nur unzureichend gewachsen waren und noch sind. Improvisation war immer wieder gefragt.

Die Lernplattformen verdienen langsam ihren Namen und werden von den Lehrenden nun viel mehr gepflegt und von den Studierenden weit mehr genutzt, als in der Zeit vor der Epidemie. Synchrones Lehren über verschiedene Tools wird eingeübt und von beiden Seiten immer weiter erprobt und erfahren. Das Selbststudium und die Reflexion des Erarbeiteten mit der Lehrperson hat nun, obwohl es keinen direkten Kontakt gibt, einen weit höheren Stellenwert. Studieren ist wieder mehr "bemühen" (lateinische Übersetzung) von beiden Seiten.

Aber die Suche nach Lösungen geht weiter: Nicht alles kann und ist für den Live-Betrieb geeignet, nicht jeder gute "Vorleser" auch ein geeigneter Dozent im virtuellen Raum. Deshalb gilt es, weitere Formen zu probieren und dafür die technischen Möglichkeiten zu schaffen, kleine Aufzeichnungseinheiten entstehen, Lehrsäle werden zu Studios. Dabei gibt es immer noch einen Bereich, der äußerst problematisch ist: Wie prüft man korrekt und fair in der virtuellen Welt?

Besonders für die Studierenden in den Gesundheitsbereichen gilt natürlich auch, dass sich die Koordinaten in den nächsten Tagen und Wochen noch deutlich verschieben können und eher praktischer Einsatz in den Gesundheitseinrichtungen als der Weg in den virtuellen Hörsaal gefragt ist.

Autor

Prof. Dr. Björn Maier

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