Rhön-Klinikum AG

Holzinger fordert Debatte über eine effizientere Gesundheitsversorgung

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Stephan Holzinger, Vorstandsvorsitzender der Rhön-Klinikum AG, hat sich in einem Interview für eine Debatte über die bestmögliche Gesundheitsversorgung nach der Pandemie ausgesprochen. Vieles spreche dafür, Beschaffungsprozesse zentral zu organisieren. 

In dem Interview mit Zeit Online sagt Holzinger, dass darüber nachgedacht werden sollte, Schutzmaterialien in Deutschland zu produzieren und auf Landkreisebene zu lagern. Viele Diskussionen der Vergangenheit, etwa jedes zweite Krankenhaus zu schließen, wirkten heute absurd, so Holzinger. Ein weiterer Ansatz wäre zudem, mehr Behandlungen ambulant statt stationär vorzunehmen, sofern es medizinisch vertretbar sei. Dies gelte auch für den Einsatz von Telemedizin, mit der rund 30 Prozent der ambulanten Fälle behandelt werden könnten. Nach Ansicht Holzingers sei nicht nur eine Diskussion über die Versorgungsstruktur, sondern auch über die Vergütung notwendig. Das Fallpauschalensystem müsse zungunsten von Kopfpauschalen enden. Dann würden Kliniken und Ärzte in einem bestimmten Einzugsgebiet einen jährlichen Beitrag pro Einwohner von den Kassen erhalten. Die Betreiber hätten damit einen Anreiz, Prävention stärker zu fördern, meint Holzinger. 

Für die aktuelle Krise sei die Rhön-Klinikum AG gut vorbereitet. Es gebe entsprechende Pandemiepläne, die mit den lokalen Gesundheitsämtern und anderen lokalen Partnern fortlaufend aktualisiert würden. Die Unterstützung seitens der Politik sei jedoch nicht ausreichend. Dies gelte sowohl für den Materialzuschlag in Höhe von 50 Euro pro Fall sowie für die 50.000 Euro, die der Bund für jedes freigehaltene Intensivbett zahlt. Vor allem bei den Materialien gebe es immense Kostensteigerungen, so Holzinger. Deshalb reiche das Geld für die Intensivbetten nicht. Nach Angaben Holzingers kostet die Bereitstellung eines Intensivbetts etwa 90 bis 100.000 Euro. 

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