Die Gläubiger der DRK gemeinnützigen Krankenhausgesellschaft mbH Saarland haben dem Insolvenzplan einstimmig zugestimmt.
Die Abstimmung fand vor dem Amtsgericht Saarbrücken statt und markiert den Abschluss der Sanierung im Eigenverwaltungsverfahren, teilt die Klinik mit.
Das Insolvenzgericht bestätigte demnach den Plan noch im Termin. In den kommenden Wochen soll das Verfahren planmäßig aufgehoben werden. Die Gesellschaft will ihre Arbeit anschließend auf einer stabilen wirtschaftlichen Grundlage fortsetzen. "Im Krankenhaus belegen die hohe Auslastung der vergangenen Monate und die Zufriedenheit der Patientinnen und Patienten den eingeschlagenen erfolgreichen Kurs", erklärte Geschäftsführer Matthias Adler.
Ende 2025 war die Einleitung eines Insolvenzverfahrens beantragt worden. Die finanziellen Altlasten aus der früheren Konzernstruktur ließen sich ohne ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung weder aus eigener Kraft noch in der erforderlichen Zeit bewältigen, hieß es damals zur Begründung.
Die Gesellschafter, die DRK‑Schwesternschaft Rheinpfalz‑Saar e.V. und der DRK‑Landesverband Saarland e.V., bewerten die Entscheidung als wichtigen Schritt. „Die klare Zustimmung der Gläubiger zeigt das Vertrauen in das vorgelegte Sanierungskonzept und in die Zukunft des Krankenhauses Saarlouis vom DRK und des DRK Gästehaus Lebach“, erklären Barbara Baltus und Michael Burkert. Ziel sei es gewesen, die medizinische Versorgung in der Region langfristig zu sichern.
Nach Aufhebung des Verfahrens will die Gesellschaft die eingeleiteten strukturellen Veränderungen fortführen. Ziel ist es, das Krankenhaus Saarlouis sowie das DRK Gästehaus Lebach dauerhaft wirtschaftlich stabil aufzustellen und die medizinischen Angebote weiterzuentwickeln.
dpa
