Investitionsfinanzierung

Kliniken beklagen Milliardenlücke

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Kliniken beklagen Milliardenlücke
© Regina Sablotny

Nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) klafft eine Milliardenlücke zwischen dem notwendigen Bedarf und der von den Ländern tatsächlich getragenen Finanzierung. So betrug der ermittelte Investitionsbedarf der Kliniken 2020 mehr als sechs Milliarden Euro. Dem stehen rund drei Milliarden Euro gegenüber, die die Länder für die Investitionen getragen haben.  Zu diesem Ergebnis kommt die jüngste von der DKG erhobene "Bestandsaufnahme zur Krankenhausplanung und Investitionsfinanzierung in den Bundesländern 2021". Das seit drei Jahrzehnten anhaltene Problem der Unterfinanzierung setze sich damit fort. 

„Wenn Kliniken aus wirtschaftlichen Gründen schließen müssen, spielen die ausbleibenden Investitionskosten immer eine maßgebliche Rolle. Dieser kalte Strukturwandel durch Unterfinanzierung war schon vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie ein Trauerspiel für die stationäre Versorgung", sagt der DKG-Vorstandsvorsitzende Dr. Gerald Gaß. Alle Zusicherungen der Politik zur Verbesserung der Lage in den Häusern seien Sonntagsreden, wenn Bund und Länder nicht ihren gesetzlichen Pflichten zur Finanzierung der Krankenhäuser nachkommen würden. Ein Lichtblick sei jedoch der vier Milliarden Euro schwere Krankenhauszukunftsfonds, mit dem die Digitalisierung vorangetrieben werden soll. Wie wichtig dieser ist, zeigen die Zahlen von Anfang Januar. Bis zum Stichtag am 31. Dezember gingen mehr als 6.000 Förderanträge mit einem Fördervolumen von rund drei Milliarden Euro ein. Die meisten für die Fördertatbestände "Digitale Dokumentation" und "Patientenportale". "Die Daten- und Meldeproblematik bei wichtigen Kennziffern zur Corona-Pandemie ist entscheidend auf die mangelhafte Digitalisierung des deutschen Gesundheitswesens zurückzuführen. Hier muss aber allen klar sein, dass der Krankenhauszukunftsfonds einen Impuls gibt, die Finanzierung der Digitalisierung aber verstetigt werden muss", so Gaß weiter. Die Investitionskostenfinanzierung müsse generell in ausreichendem Umfang und langfristig verlässlich gesichert werden. 

Zur Bestandsaufnahme der DKG

Autor

 Luisa-Maria Hollmig

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