Corona-Tagebuch

Kleiner Schub für die Digitalisierung

  • Corona-Tagebuch
Kleiner Schub für die Digitalisierung

Wir sind jetzt in unserer Kommunikationsabteilung direkt von Corona betroffen. Ein Mitarbeiter ist positiv getestet, drei weitere sind deshalb in Quarantäne. Die Mitarbeiter arbeiten im Home Office. Das klappt gut, aber wir müssen aufpassen, dass sich nicht weitere Kollegen infizieren. In der gesamten Uniklinik ist der Infektionsstand nicht höher als im Querschnitt der Bevölkerung, also auf Normalniveau.

Mittlerweile ist bei uns das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes Pflicht. Anfangs gab es bei der Umsetzung noch Anlaufschwierigkeiten, etwa bei der Masken-Versorgung klinikferner Einheiten wie des Rechenzentrums. Jetzt hat sich das eingespielt. An jedem Eingang steht jetzt Sicherheitspersonal, das Besuchern Masken aushändigt. Wenn jemand bereits eine trägt, muss er die absetzen und unsere aufziehen. 

Die Uniklinik Freiburg gehörte mit bisher rund 200 Patienten zu jenen Einrichtungen mit den meisten Covid-19-Patienten in Deutschland. Nun geht es darum, den Normalbetrieb wieder langsam hochzufahren. Das ist eine logistische Herausforderung. Hygienevorkehrungen, verbindliche Belegungspläne, Videosprechstunden und Präsenzbehandlungen – all das muss jetzt abteilungsbezogen abgestimmt und kommuniziert werden. Atmosphärisch ist die Stimmung bei uns ähnlich wie in der Gesellschaft: Es macht sich eine gewisse Ermüdung für das Corona-Thema breit, gleichzeitig müssen wir Aufmerksamkeit und Spannung hochhalten, weil die Lage schnell wieder kippen kann. 

Wie sehr die Digitalisierung des Klinikbetriebs durch Corona begünstigt wird, kann ich jetzt noch nicht sagen. Zumindest einen kleinen Schub hat die Entwicklung durch das Virus bekommen. So gab es vor der Corona-Krise noch gewichtige Bedenken, ob Klinikmitarbeiter über eine App mit Privathandys aufs Intranet zugreifen können sollten. Das war dann während der Krise möglich – der Druck war einfach zu groß. Auch Video-Konferenzen in der Verwaltung oder der Video-Kontakt zwischen Patienten und Angehörigen waren schnell möglich. Interessant wird sein, was von alldem nach Corona im Klinikalltag bleiben wird.

Autor

 Benjamin Waschow

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Mit unserem täglichen Newsletter informieren wir bereits rund 10.000 Empfänger über alle wichtigen Meldungen aus den Krankenhäusern und der Gesundheitsbranche



Kontakt zum Kundenservice

Rufen Sie an: 0 56 61 / 73 44-0
Mo - Fr 08:00 bis 17:00 Uhr

Senden Sie uns eine E-Mail:
info@bibliomedmanager.de

Häufige Fragen und Antworten finden Sie im Hilfe-Bereich