Wie das vorläufige Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2025 zeigt, setzen die Kliniken Nordoberpfalz (KNO) ihre positive wirtschaftliche Entwicklung fort. Die Prüfung durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft dauere zwar noch an, doch zentrale Erkenntnisse ließen sich bereits ableiten, so KNO-Vorstand Michael Hoffmann: So erwirtschaftete der kommunale Klinikverbund 2025 einen vorläufigen Jahresüberschuss von circa 816.000 Euro. 2024 lag das Ergebnis noch bei -11,8 Millionen Euro. Im Vergleich zum Wirtschaftsplan ist das Ergebnis um 3,2 Millionen Euro besser.
Positiv hätten einige nicht notwendige Rückzahlungen zum Beispiel von erhaltenen Energiehilfen oder ungeplanten Zuschlägen, wie dem befristeten Rechnungszuschlag der Bundesregierung gewirkt, teilen die KNO mit.
"Der operative Geschäftsverlauf ist sicherlich noch nicht dort, wo wir ihn gerne hätten, insbesondere was die Entwicklung der stationären Leistungen angeht", sagt Hoffmann. "Trotzdem zeigt die Entwicklung, dass die Restrukturierung und die Veränderungen in Tirschenreuth, Erbendorf, Kemnath und Weiden sinnvoll und notwendig waren."
Die Verbesserung des Jahresergebnisses bedeute noch nicht, dass die KNO AG zukünftig finanziell auf eigenen Beinen stehen könne. Die weiterhin unzureichende Krankenhausfinanzierung auf Bundesebene bei gleichzeitiger Erhöhung der Strukturvorgaben mache weitere Unterstützungsleistungen der Träger wahrscheinlich.
Hoffmann verlässt das Unternehmen nach sieben Jahren
Für Hoffmann war es die letzte Aufsichtsratssitzung für die Kliniken Nordoberpfalz. Er verlässt das Unternehmen im Juni 2026 nach insgesamt sieben Jahren zunächst als Sanierungsberater und dann als Vorstand.
res
