Die DRK gemeinnützige Krankenhausgesellschaft Saarland und die Marienhaus Kliniken GmbH haben gemeinsam mit dem saarländischen Gesundheitsministerium die Eckpunkte ihrer künftigen Zusammenarbeit vorgestellt. Ziel ist es, parallele Strukturen an den nur wenige Kilometer voneinander entfernten Standorten abzubauen.
Ein zentraler Bestandteil der Vereinbarung ist die Konzentration der Geburtshilfe am Marienhaus Klinikum St. Elisabeth. Ab 2028 wird dort die gesamte geburtshilfliche Versorgung in Saarlouis gebündelt. Geplant sind zudem der Aufbau eines Perinatalzentrums Level 2 für die Versorgung von Risikoschwangeren, Frühgeborenen und kranken Neugeborenen sowie die Stärkung der Kinderheilkunde und Kinderchirurgie.
Das DRK-Krankenhaus übernimmt im Gegenzug künftig weitere Schwerpunkte in der Frauenheilkunde. Dort sollen die Allgemeine Gynäkologie, Urogynäkologie, gynäkologische Onkologie und Senologie konzentriert werden. Zudem plant das Haus den Aufbau einer neurologischen Frührehabilitation der Phase B. Damit soll die Versorgung von Schlaganfallpatienten von der Akutbehandlung bis zur frühen Rehabilitation an einem Standort gebündelt werden.
Beide Träger prüfen darüber hinaus eine engere Zusammenarbeit in der Onkologie. Langfristig ist eine gemeinsame Zertifizierung als Onkologisches Zentrum denkbar. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sollen die Veränderungen die Versorgungsqualität sichern, wirtschaftliche Perspektiven für beide Standorte schaffen und die medizinische Versorgung in der Region langfristig stärken.
mau
