Das Marienhaus Klinikum Neunkirchen wird zu einer Fachklinik für Frauenheilkunde, Geburtshilfe sowie Kinder- und Jugendmedizin umstrukturiert. Ziel der Klinikreform ist es, Doppelstrukturen im Saarland abzubauen.
Das Marienhaus Klinikum Neunkirchen soll zu einer Fachklinik für Frauenheilkunde, Geburtshilfe sowie Kinder- und Jugendmedizin umstrukturiert werden. Darauf haben sich das saarländische Gesundheitsministerium und die Marienhaus‑Gruppe verständigt, wie das Ministerium mitteilt.
Ziel der Neuordnung ist es, Doppelstrukturen im Raum Neunkirchen abzubauen und die stationäre Versorgung in den Landkreisen Neunkirchen und St. Wendel langfristig zu sichern. Ursprüngliche Überlegungen, die Geburtshilfe nach St. Wendel zu verlagern, verfolgen beide Seiten nicht weiter.
Konzentration der Leistungen
Im Zuge der Umstrukturierung sollen die Notfallversorgung, die Innere Medizin und die Allgemeine Chirurgie künftig am Standort des Diakonie Klinikums Neunkirchen gebündelt werden. Das Diakonie Klinikum behält damit diese Kernbereiche der somatischen Akutversorgung.
Das Marienhaus Klinikum Neunkirchen konzentriert sich dagegen auf die Fachgebiete Frauenheilkunde, Geburtshilfe sowie Kinder- und Jugendmedizin. Geplant ist eine Notfallambulanz für die Kinder- und Jugendmedizin und für die Gynäkologie.
Gesundheitsminister Magnus Jung sagte: „Es ist gut, dass nach vielen Monaten intensivster Gespräche eine Lösung im Einvernehmen mit den Trägern für die medizinische Versorgung in Neunkirchen und St. Wendel gefunden wurde.“ Mit der Neuordnung würden vorhandene Doppelstrukturen abgebaut und die Versorgung gesichert.
Zusätzliche Angebote für Kinder und Jugendliche
Ergänzend zur Fachklinik sind weitere Einrichtungen vorgesehen. Dazu zählen eine Kinder-Intensivstation, ein Sozialpädiatrisches Zentrum (SPZ), ein medizinisches Versorgungszentrum für Kinder- und Jugendmedizin sowie stationäre Wohnangebote für Kinder, Mütter und Familien. Einen Ausbau der Leistungen am SPZ planen die Beteiligten. Zudem prüfen sie ein zusätzliches Angebot für die psychische und psychosomatische Versorgung von Kindern und Jugendlichen.
Der Standort St. Wendel soll mit seinen bestehenden Fachabteilungen fortgeführt werden, einschließlich der konservativen Orthopädie. Das Land will sich nach Angaben des Ministers an notwendigen Investitionen in beiden Landkreisen beteiligen.
Umsetzung ab 2027 geplant
Für die Beschäftigten des Marienhaus Klinikums Neunkirchen, die von der Umstrukturierung betroffen sind, soll nach Angaben der Träger eine Lösung möglichst innerhalb der Unternehmensgruppe gefunden werden. Die strukturellen Änderungen sollen frühestens zum 1. Januar 2027 wirksam werden.
cs
