Schleswig-Holstein

Klinik auf Fehmarn vor dem Aus

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Klinik auf Fehmarn vor dem Aus
Auf Fehmarn soll die stationäre Krankenhausversorgung bis Anfang 2028 durch eine ambulante Versorgungsstruktur ersetzt werden. Während das Ameos Klinikum auf der Insel vor dem Aus steht, gewinnen die Standorte Eutin und Neustadt im künftigen Versorgungsnetz deutlich an Bedeutung. © Heiko | stock.adobe.com
Die Landesregierung Schleswig-Holsteins plant, die stationäre Krankenhausversorgung auf Fehmarn bis Anfang 2028 durch eine ambulante Versorgungsstruktur zu ersetzen.

Das geht aus dem auf der Regionalkonferenz Ost vorgestellten Zielbild für die künftige Krankenhauslandschaft hervor. Die Pläne zählen zu den einschneidendsten Veränderungen der Krankenhausreform in der Region. Bereits zuvor hatte das Ministerium auf Regionalkonferenzen die geplanten Versorgungsstrukturen für die anderen Regionen präsentiert.

Die endgültige Zuweisung der Leistungsgruppen soll nach Abschluss des laufenden Anhörungsverfahrens im Dezember erfolgen.

„Das Klinikum soll zukünftig durch eine ambulante Versorgungsstruktur abgelöst werden“, sagte Aenn Hachmeyer, Referatsleiterin Krankenhausplanung im Gesundheitsministerium, über das Ameos Klinikum auf Fehmarn. Die Versorgung akuter lebensbedrohlicher Notfälle finde bereits heute auf dem Festland statt.

Eutin und Neustadt gewinnen an Bedeutung

Gestärkt werden sollen dagegen das Ameos Klinikum Eutin und die Schön Klinik Neustadt. Eutin soll seine Rolle als Schwerpunktversorger ausbauen und künftig zusätzlich Schlaganfallpatienten behandeln. Die Schlaganfallversorgung wurde bereits vom Standort Oldenburg nach Eutin verlagert.

Die Schön Klinik Neustadt soll künftig der „wesentliche Anker für die Notfallversorgung der Region Ost“ werden. Zudem soll sie weiter Verantwortung für die Versorgung von Schwerverletzten, Schlaganfall- und Herzpatienten übernehmen.

Auch die Segeberger Kliniken sollen als Schwerpunktversorger fungieren und ihre kardiologische sowie gefäßchirurgische Ausrichtung weiter ausbauen.

Entscheidungen fallen im Dezember

Für das Ameos Klinikum Oldenburg sieht das Zielbild künftig einen Schwerpunkt in der Geriatrie vor. Zudem prüft das Land einen Sicherstellungszuschlag sowie den Ausbau der Luftrettungskapazitäten.

Gesundheitsministerin Kerstin von der Decken (CDU) betonte, dass die vorgestellten Strukturen noch vorläufig seien. „Dieses Zielbild ist – das sage ich ausdrücklich – noch nicht in Stein gemeißelt“, sagte sie. Bis Ende Oktober können die Krankenhäuser im Anhörungsverfahren weitere Nachweise einreichen. Die endgültigen Bescheide sollen im Dezember verschickt werden.

cs

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