Krankenhausplanung

Kritik an Klinik-Schließung in Pinneberg und Elmshorn

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Kritik an Klinik-Schließung in Pinneberg und Elmshorn
© ©Werner Krueper Fotografie

Pinnebergs Bürgervertreter:innen sprechen sich gegen eine Schließung der Regio Kliniken aus. Die beiden Krankenhäuser in Pinneberg und Elmshorn sollen für eine neue, zentrale Großklinik weichen. Kritik an den Sana-Plänen äußern nun Pinnebergs Bürgervorsteherin Natalina di Racca-Boenigk (CDU) und Bürgermeisterin Urte Steinberg in einer gemeinsamen Erklärung. 

Vor allem die verkehrsnahe Anbindung spiele eine wichtige Rolle. Eine klinische Gesundheitsversorgung würde sich infolge einer Schließung des Klinikums in Pinneberg laut Racca-Boenigk und Steinberg für viele verschlechtern. "Der Weg nach einem Unfall oder in anderen Notsituationen ins Krankenhaus würde deutlich länger werden. Akutversorgung und Notfallambulanz würden sich verschlechtern", so Racca-Bönigk und Steinberg. Zirka 71 Prozent der EinwohnerInnen im Kreis Pinneberg leben im Süden. Das neue Klinikum soll im Norden entstehen. 

Zudem befürchten Kritiker:innen infolge einer Schließung der beiden Regio Krankenhäuser Auswirkungen auf die lokale Gesundheitsinfrastruktur. "Ein Krankenhaus vor Ort und in der Kreisstadt gehört ebenfalls zu den Grundpfeilern der Daseinsvorsorge. Gerade bei der bevorzugten Lage der Stadt Pinneberg in der Metropolregion ist der Weggang des Klinikums undenkbar. Wir brauchen eine Klinik, in der der Mensch im Mittelpunkt steht. Eine Klinik, die leicht und schnell erreichbar ist", erklären die beiden Bürgervertreterinnen.

Die Gewerkschaft Verdi hatte den geplanten Neubau positiv bewertet. Der zuständige Fachbereichsleiter für Gesundheitspolitik, Steffen Kühhirt, hatte im Hamburger Abendblatt erklärt, dass ein Krankenhausneubau Chancen für die Beschäftigten und für die Menschen in der Region biete, da er die Arbeitssituation für die Beschäftigten verbessere und die Versorgungsqualität erhöhe. Auch der Betriebsrat der Regio Kliniken begrüßte die Pläne der Sana-Kliniken. „Die ersten Reaktionen der Kolleginnen und Kollegen sind fast ausschließlich positiv“, so die Betriebsratsvorsitzende Herta Laages.

Autor

 Anika Pfeiffer

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