Hilfspaket für Energiekosten

Lauterbach: "Spitzabrechnung wird große Rolle spielen" 

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Lauterbach: "Spitzabrechnung wird große Rolle spielen" 
© BMG/Thomas Ecke Berlin

Die Bundesregierung ringt heute und morgen darum, wie das Hilfspaket von 200 Milliarden Euro verteilt wird. Am morgigen Dienstag verhandelt Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) mit Finanzminister Christian Lindner (FDP) über die Klinikhilfen. Am Mittwoch gibt es eine Ministerpräsidentenkonferenz mit den Ländern, da dürfte es mehr Klarheit geben.

Im Vorfeld griff Lauterbach die prekäre Situation der Klinken auf. "Die Krankenhäuser haben eine besondere Situation. Wenn wir nicht schnell und auch wirklich drastisch reagieren, kommt es zu Schließungen", warnte der Minister in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin". Die Deutsche Krankenhausgesellschaft hatte für 2022 und 2023 Mehrkosten für Energie und Sachkosten von 15 Milliarden Euro in den Raum gestellt. Minister Lauterbach stellte diese Zahl allerdings infrage. "Das würde bedeuten, dass die Deutsche Krankenhausgesellschaft abschätzen kann, wie teuer der Strom nächstes Jahr ist", so Lauterbach. Sicher könne man nur sagen, dass Kliniken in den nächsten Monaten in eine Liquiditätskrise kommen können.

Der Minister betonte, dass er kein Geld mit der Gießkanne verteilen wolle, sondern "eine zielgenaue Regelung, in der die tatsächlichen Energiekosten der Kliniken eine Rolle spielen", im Blick hat. "Wenn es nach der Gießkanne ginge, würden die privaten Häuser, die oft eine bessere Bausubstanz haben, einen Satz für Energiekosten bekommen, die dort tatsächlich nie entstanden sind", so der Minister und ergänzte: "Die Spitzabrechnung wird eine große Rolle spielen müssen."

Das komplette 11-minütige Interview ist hier abrufbar

Autor

 Jens Mau

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