Nach sechs Verhandlungsrunden haben sich die Ärztegewerkschaft Marburger Bund und die Berliner Uniklinik Charité auf einen Tarifabschluss geeinigt. Die Vereinbarung sieht eine lineare Gehaltserhöhung in einer Gesamthöhe von 5,4 Prozent vor. Gleichzeitig einigten sich die Vertragsparteien auf eine Aufwertung der Zuschläge für Wochenend- und Nachtarbeit sowie der Überstundenzuschläge. Der Zusatzurlaub wurde ebenfalls neu geregelt. Darüber hinaus wurde ein Personalaufbau von 40 Stellen im ärztlichen Bereich für 2027 vereinbart. Sollte dieser nicht erreicht werden, erhöhen sich die Gehälter aller Ärztinnen und Ärzte linear um ein Prozent. Der Tarifabschluss hat eine Laufzeit bis zum 31. Oktober 2028.
Die Ärztegehälter steigen in einem ersten Schritt rückwirkend zum 1. Juli 2026 um 2,95 Prozent und zum 1. Dezember 2027 um weitere 2,45 Prozent. „Rechnet man das Volumen der neuen Regelungen bei den Zeitzuschlägen mit ein, steht über die Gesamtlaufzeit eine faktische Gehaltserhöhung von 7,15 Prozent zu Buche“, schreibt der MB in einer Mitteilung.
„Die neuen Regelungen zum Zusatzurlaub führen zu einer signifikanten Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Durch den Aufbau eines Arbeitszeitguthabens wird den Ärztinnen und Ärzten außerdem zukünftig ermöglicht, dieses beispielsweise für ein Sabbatical oder zur Vorbereitung auf die Facharztprüfung zu nutzen“, so MB-Vorstandschef Peter Bobbert. Die Tarifeinigung steht noch bis zum 30. November 2026 unter Gremienvorbehalt.
mau
