Die angekündigte Schließung des Marienhospitals Oelde Ende 2026 sorgt für Unmut. Bürgermeisterin Karin Rodeheger und alle Ratsfraktionen fordern von Land und Kreis Konzepte, um die medizinische Versorgung in Oelde auch künftig wohnortnah sicherzustellen.
Die Katholische Hospitalvereinigung Ostwestfalen (KHO) hatte angekündigt, den Krankenhausstandort Oelde zum Jahresende 2026 aufzugeben. Rund 400 Beschäftigte sind von der Entscheidung betroffen.
Stadt sieht Folgen der Krankenhausplanung
Nach Auffassung der Kommunalpolitik haben sich die Probleme des Standorts über Jahre entwickelt. In ihrer Erklärung verweisen die Unterzeichner auf wirtschaftliche Belastungen, sinkende Fallzahlen und Vorgaben des Krankenhausplans Nordrhein-Westfalen. Bereits Anfang 2025 waren die Bereiche Geriatrie sowie Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Standort weggefallen.
„Besonders bitter ist, dass die Auswirkungen des neuen Krankenhausplans NRW in Oelde bereits deutlich spürbar sind“, heißt es in der Stellungnahme. Gleichzeitig betonen die Fraktionen und die Bürgermeisterin, dass die Reformen nicht zulasten der Versorgung im ländlichen Raum gehen dürften.
Gespräche über Nachfolgelösung angekündigt
Rat und Verwaltung wollen nun Gespräche mit den zuständigen Landesbehörden führen. Ziel sei es, Möglichkeiten für eine wohnortnahe medizinische Grundversorgung in Oelde zu prüfen. Die KHO habe angekündigt, auch künftig ein medizinisches Angebot in der Stadt aufrechterhalten zu wollen. Wie dieses konkret aussehen soll, ist bislang offen.
cs
