Für den Katholischen Krankenhausverband Deutschland (KKVD) ist eine bessere Steuerung zwar „richtig und notwendig“, allerdings könnten neue Instrumente nur dort funktionieren, „wo tragfähige Versorgungsangebote tatsächlich vorhanden sind“. Die Länder und betroffenen Kliniken müssten deshalb an Entscheidungen über INZ-Standorte beteiligt werden.
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) sieht in der Reform die Chance, Notaufnahmen zu entlasten. Für DKG-Chef Gerald Gaß bietet die Reform die Chance, „einen wichtigen Bereich der Gesundheitsversorgung für die Menschen spürbar zu verbessern“. Voraussetzung seien ausreichend finanzierte INZ und weniger Bürokratie.
KBV: "Brauchen eine Reform, die in der Realität funktioniert.“
Deutlich kritischer äußerte sich die KBV. Die Vorstände Andreas Gassen, Stephan Hofmeister und Sibylle Steiner erklärten in einer Mitteilung: „Wir brauchen eine Reform, die in der Realität funktioniert.“ Der Gesetzentwurf schaffe neue Strukturen, ohne Personal- und Finanzierungsfragen zu klären. Stattdessen müsse die Rufnummer 116117 als zentraler Zugang zur ambulanten Akut- und Notfallversorgung gestärkt werden.
Unterstützung erhält die Reform vom Verband der Ersatzkassen (vdek). Vorstandsvorsitzende Ulrike Elsner betonte: „Mit dem Gesetz zur Notfallreform hat die Politik nun die Chance, die Gesundheitsversorgung zu verbessern.“ Entscheidend sei die Vernetzung der Telefonnummern 116117 und 112 zu einem gemeinsamen Gesundheitsleitsystem, das Patienten schneller in die passende Versorgungsebene lenke.
mau
