Corona-Krise

RKH Kliniken: Exit-Strategie in Planung

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Die RKH Kliniken haben eine erste Zwischenbilanz in der Corona-Krise gezogen. Geschäftsführer Jörg Martin fordert, über eine Veränderung des Gesundheitswesens nachzudenken.

Eine Exit-Strategie, die es ermöglich, allmählich das Behandlungs- und Operationsprogramm hochzufahren, sei bereits in bereits in Planung, so Martin. Der Start hänge von der weiteren Entwicklung ab. Wann die Besucherregelungen gelockert werden, könne man noch nicht sagen.

Für die Zeit nach der Krise wünsche sich Martin, über eine Veränderung des Gesundheitssystems nachzudenken. In den letzten Wochen hätten die Kliniken viele Spenden und Dankesbekundungen erhalten. "Ich hoffe und wünsche, dass dieses Feiern der Helden nicht nur ein vorübergehendes Strohfeuer ist", so Martin. Zudem müsse den Kliniken eine vollständige Refinanzierung der Corona-Krise gewährleistet werden. Es bedürfe eines Umdenkens und einer Änderung der Anreizsysteme im Gesundheitswesen. Auch über neue und innovative Versorgungsstrukturen, schnellere Digitalisierung und eine verstärkte Produktion von Materialien in Europa müsse man sich Gedanken machen. 

Versorgung von Covid-19-Patienten

Seit Anfang März treffe sich täglich die Klinikeinsatzleitung, der Krisenstab, um das Vorgehen im medizinischen, pflegerischen und administrativen Bereich innerhalb der Holding zu planen und zu koordinieren. Die Versorgung der stationären Covid-19-Patienten wurde primär in zwei Zentren gebündelt, teilt die Klinik weiter mit. Demnach wurden die Patienten im RKH Klinikum Ludwigsburg und in der RKH Fürst-Stirum-Klinik Bruchsal behandelt. Insgesamt stünden dem Klinikverbund bis zu 150 Beatmungsplätze zur Verfügung, in der Spitze wurden über 40 mit Corona infizierte Patienten gleichzeitig beatmet. 

Covid-19: Einheiten für ältere Menschen

Zuletzt wurden Einheiten für ältere Menschen eingerichtet: Dazu gehöre eine Pflegeeinheit für ältere Menschen nach Abschluss ihres stationären Aufenthalts in der RKH Orthopädischen Klinik Markgröningen sowie eine Auffangeinheit für infizierte Pflegeheimbewohner im RKH Krankenhaus Marbach.

In Markgröningen werden nach Angaben der Stuttgarter Zeitung derzeit 31 Senioren betreut, die nicht mehr nach Hause können, weil sich entweder ein Angehöriger infiziert hat oder es keine Kurzzeitpflegeplätze mehr gibt. In Marbach gebe es Platz für 30 Personen, die von Ehrenamtlichen und Pflegekräften des Roten Kreuzes betreut werden sollen. Die medizinische Versorgung übernehme die RKH. "Mit dieser Lösung helfen wir einerseits den Pflegeheimen, sich vor einer Ausbreitung des Coronavirus zu schützen, andererseits entlasten wir unsere Kliniken um Patienten, die keiner stationären Versorgung mehr bedürfen", zitiert die Zeitung den Geschäftsführer Jörg Martin.

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