Die sächsische CDU-Politikerin Christiane Schenderlein wechselt vom Posten der Staatsministerin im Kanzleramt ins Gesundheitsministerium als Parlamentarische Staatssekretärin. Das gab Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in Berlin bekannt. Dass Schenderlein nicht im Kanzleramt bleiben soll, war seit mehreren Tagen bekannt und hatte zu massivem Unmut in den ostdeutschen Landesverbänden geführt. Ihre Nachfolge ist noch nicht geklärt. Für sie muss Tino Sorge (CDU) aus Sachsen-Anhalt seinen Staatssekretärsposten abgeben. Sorge hatte den Posten mit der Regierungsbildung der großen Koalition im vergangenen Jahr angetreten. Sorge übte an der Art und Weise seiner Abberufung deutliche Kritik. "Die Entscheidung des Bundeskanzlers nehme ich zur Kenntnis. Dass er sie – anstelle eines persönlichen Gesprächs mit mir – zuerst in Parteigremien und vor der Presse verkündet hat, bleibt seine eigene Stilfrage", erklärte Sorge in einer Mitteilung. Ob er zukünftig noch eine Rolle in der Regierung spielen soll, ist noch unklar.
Der Wandel ist Teil einer größeren Regierungsumbildung von Kanzler Merz, nachdem Unionsfraktionschef Jens Spahn seinen Rücktritt erklärt hatte. Thorsten Frei gab seinen Posten als Kanzleramtschef ab und wurde Fraktionsvorsitzender der Union. Gesundheitsministerin Nina Warken übernimmt für ihn das Kanzleramt, und CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann wird Gesundheitsminister.
Weitere wichtige Personalwechsel: Philipp Amthor, bisher Digital-Staatssekretär, wird Staatsminister für die Bund-Länder-Beziehungen im Kanzleramt. Und der Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Steffen Bilger, übernimmt das Verkehrsministerium von Minister Patrick Schnieder.
dpa/mau
