Das Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD) führt seine Mehrheit am Kreiskrankenhaus Bergstraße (KKB) in Heppenheim fort. Dabei setzt es auf ein umfassendes Zukunftsprogramm.
Wie die Uniklinik mitteilt, habe der Vorstand beschlossen, das seit 2012 bestehende Trägermodell gemeinsam mit dem Kreis Bergstraße beizubehalten.
In den vergangenen Monaten hatte das UKHD verschiedene strategische Optionen geprüft. Hintergrund war das Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz, das neue Gestaltungsmöglichkeiten für Klinikstrukturen eröffnet. Gespräche mit anderen Klinikbetreibern blieben ohne Ergebnis. Verhandlungen mit der Artemed SE endeten bereits im November 2025. Ein Angebot der Schön Klinik Gruppe zur Übernahme des KKB lehnte der Vorstand ab.
Zukunftsprogramm soll Versorgung und Wirtschaftlichkeit stärken
Das UKHD will für das KKB ein Zukunftsprogramm entwickeln. Bei einer Mitarbeiterversammlung erläuterte UKHD-Vorstandsvorsitzender Hanns-Peter Knaebel erste Ideen. Die Neurochirurgie soll ausgebaut werden, um mehr Eingriffe an der Wirbelsäule anbieten zu können. Dafür sollen zusätzliche OP-Kapazitäten entstehen. Auch das neue Arbeitsgebiet Geriatrie soll weiterentwickelt werden. Angesichts des demografischen Wandels sieht das UKHD darin einen wachsenden Versorgungsbedarf.
Parallel soll die bauliche Generalsanierung vorangetrieben werden. Das Vorhaben umfasst mehrere Abschnitte und soll die Infrastruktur des Hauses langfristig modernisieren.
Enge Anbindung an die Universitätsmedizin bleibt bestehen
Das KKB bleibt Lehrkrankenhaus der Universität Heidelberg. Ein Teil der Chefärzte wird weiterhin vom UKHD gestellt.
Gesellschafter und Krankenhausleitung wollen in den kommenden Wochen die Details des Zukunftsprogramms erarbeiten. Der Betriebsrat soll dabei eng einbezogen werden.
cs

